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28.07.2010 - Florenz (dpa/sid/rsn) - Alessandro Petacchi (Lampre) schweigt zu den gegen ihn erhobenen Dopingvorwürfen. Der 36-jährige Sprinter machte am Mittwoch bei einem Verhör in einer Carabinieri-Kaserne in Florenz im Rahmen von Anti-Dopingermittlungen der Staatsanwaltschaft Padua von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Das berichteten italienische Medien.
„Es handelt sich um eine von mir gewählte Strategie, Alessandro wollte aussagen“, erklärte Petacchis Anwalt Virginio Angelini. Seinem Mandanten seien bisher nur in unzureichendem Maße Dokumente zu den gegen ihn gerichteten Vorwürfe vorgelegt worden.
"Petacchi versteckt sich nicht, wir wissen aber einfach zu wenig über die Vorwürfe. Ein Rechtsanwalt hat aber die Pflicht, die bestmögliche Strategie für seinen Klienten zu wählen", sagte Angelini. Petacchi soll verbotene Blutdoping-Substanzen eingenommen haben. Er hatte vor einer Woche noch mitgeteilt, zur vollen Kooperation bereit zu sein und seine Unschuld beweisen zu wollen.
Vernommen wurde auch Petacchis Teamkollege Lorenzo Bernuncci, gegen den ebenfalls wegen Dopings ermittelt wird. Bernucci schwieg zu den Fragen der Ermittler ebenfalls.
Petacchi, der die Tour de France im Grünen Trikot des besten Sprinters beendet hatte, ist in Sachen Doping vorbelastet. Vor zwei Jahren wurde Petacchi wegen des Gebrauchs des Asthmamittels Salbutamol gesperrt. Anfang April ließen die Staatsanwälte, die bereits seit Monaten gegen Doping ermitteln, sein Haus durchsuchen, ohne allerdings verbotene Substanzen zu finden.
Die Staatsanwaltschaft von Padua ermittelt vor allem gegen einen Arzt, der Radprofis und Amateure betreut haben soll, berichteten italienische Medien. Neben dem Mediziner werde gegen insgesamt 33 Personen ermittelt.