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08.09.2010 - (rsn) - Unser Ziel für die heutige Etappe war es, mit Denis Mentschow den Tagessieger zu stellen. Nachdem sich abzeichnete, dass niemand Interesse an der Verfolgung der beiden Spitzenreiter hatte, haben wir die Führungsarbeit übernommen.
Als wir nach 90 Kilometern anfingen zu fahren, hatten die Beiden allerdings schon 16 Minuten Vorsprung. Gemeinsam mit Nick Nuyens und Sebastian Langeveld habe ich dann sofort ein hohes Tempo angeschlagen, um den Vorsprung zu dezimieren. Als wir 20 Kilometer vor dem Ziel dann die Segel streichen mussten, hatten wir den Vorsprung um 13 Minuten verkleinert und einem Sieg von Denis stand nichts mehr im Wege - außer ein paar Konkurrenten natürlich. Das wir dann am Ende Niemanden unter den ersten 20 hatten, gehört sozusagen zum Berufsrisiko dazu, vielleicht spendiert uns Etappensieger Igor Anton ja als Dankeschön eine Flasche Sekt…
Ich hoffe, dass die anderen Rennfahrer heute auch ein wenig gelitten haben. Ich selbst war nach dem Rennen nämlich so kaputt, das ich eine halbe Stunde mit Rennklamotten auf dem Bett gelegen habe und nicht die Kraft aufbringen konnte zu duschen.
Jetzt, etwa zwei Stunden später, habe ich mich ein klein wenig erholt. Allerdings möchte ich gerade gar nicht daran denken, dass ich morgen wieder eine Etappe absolvieren muss.
Ciao
Grischa
Nach der Tour de France bestreitet Grischa Niermann (Rabobank) auch die Vuelta a Espana und wird dort seinen Kapitän Denis Mentschow tatkräftig unterstützen. Auf Radsport News führt der 34-jährige Hannoveraner Tagebuch von der Spanien-Rundfahrt und wird von seinen Erlebnissen auf und neben der Strecke berichten.