Profi-Radsport

Sylivia Schenk neue BDR-Präsidentin

31.03.2001 - Hamburg (dpa) - Die 48-jährige Sylvia Schenk wurde auf der Bundeshauptversammlung des Bundes Deutscher Radfahrer in Hamburg erwartungsgemäß zur ersten Präsidentin in der 117-jährigen Geschichte des BDR gewählt. Damit ist die Frankfurter Juristin, die 496 von insgesamt 525 Stimmen erhielt und den scheidenden Präsidenten Manfred Böhmer ersetzt, die vierte Frau an der Spitze eines deutschen Fachverbandes einer olympischen Sportart.

Neben ihr steht Christa Thiel an der Spitze des Deutschen Schwimm-Verbandes, Angela Siedenberg ist Präsidentin der Eislauf-Union und Juliane Hummelt steht dem Deutschen Curling-Verband vor.

Bundeskanzler Gerhard Schröder gratulierte Sylvia Schenk als einer der ersten. «Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit. Gilt es doch, die wichtigen Anliegen des Leistungs- und Breitensports, aber auch der unterschiedlichen Disziplinen zu bündeln und zu fördern. Dabei wird sicher auch die Jugend- und Nachwuchsarbeit eine bedeutende Rolle spielen», schrieb Schröder in einem Glückwunschtelegramm. Sylvia Schenk ist in der Welt der erste weibliche Radsport-Chef.

«Wir können in jüngster Zeit ein zunehmendes Interesse am Radsport feststellen. Der Radsport verfügt über ein enormes Potenzial, aus dem wir noch viel Positives schöpfen können», erklärte die Frankfurter Stadträtin, die dem BDR mindestens für acht Jahre zur Verfügung stehen will und am Samstag einzige Kandidatin für die Nachfolge Böhmers war.

Der Kölner hatte die Geschicke des Verbandes seit 1997 geleitet. 1979 hatte der inzwischen 64-Jährige den Vorsitz des Berufsrennfahrer-Verbandes übernommen. In seine Amtszeit als BDR- Präsident fielen die erfolgreiche Wiederbelebung der Deutschland- Tour, die Rückkehr des Weltcup-Status für ein deutsches Straßenrennen, die großen sportlichen Erfolge bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie durch Jan Ullrich der erste Sieg eines Deutschen bei der Tour de France vor vier Jahren.

Live-Ticker