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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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16.09.2000 - Sydney (dpa) - Der Start hätte glänzender kaum sein können. Zum Auftakt der olympischen Bahn-Wettbewerbe im Dunc Gray Velodrom fuhren die Einzelverfolger Robert Bartko (Berlin) und Jens Lehmann (Leipzig) ins Finale am Sonntag, so dass Gold und Silber schon sicher ist. Silber in den Händen hielt am Samstag in Sydney der WM- Dritte Stefan Nimke aus Schwerin nach dem 1 000-Meter-Zeitfahren.
Der 22-Jährige musste sich in 1:02,487 Minuten nur dem britischen Überraschungs-Olympiasieger Jason Queally (1:01,609) beugen. Damit ist die Bilanz des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) schon nach dem Auftakt positiver als in Atlanta, wo es insgesamt nur je einmal Gold und Bronze zu feiern gab.
«Die Schmach von Atlanta, wo die Verfolger keine Medaille holten, ist getilgt. Im Finale gibt es keine Rücksicht, da fährt jeder voll. Ein Stück von meinem Traum ist schon in Erfüllung gegangen», sagte Doppel-Weltmeister Bartko, der im vergangenen Oktober bei den Titelkämpfen in Berlin in der selben Konstellation gegen Altmeister Lehmann, mit dem er auch im Vierer fährt, die Oberhand behielt. Acht Jahre nach seiner Gold- und Silbermedaille von Barcelona drehte der 32-jährige Lehmann zum Karriere-Ende noch ein Mal mächtig auf und hat im «Bruderkampf» die Chance auf seinen ersten Olympiasieg in einer Einzel-Disziplin.
«Bei diesem Publikum, das seine Fahrer förmlich nach vorne peitschte, hatte ich mir meine erste Olympia-Medaille eigentlich abgeschminkt. Ich freue mich riesig und bin jetzt optimistisch für den Olympischen Sprint mit Sören Lausberg und Jens Fiedler», sagte Silbermedaillen-Gewinner Nimke, der davon profitierte, dass die Favoriten Shane Kelly (Australien/Bronze in 1:02,818) und Weltmeister Arnaud Tournant (fünfter) nach zu scharfem Anfangstempo noch «einbrachen».
Lehmann hatte im Halbfinale gegen Rob Hayles (Großbritannien) leichtes Spiel. Der bei den vergangenen Spielen ausgemusterte Sachse gewann klarer als Bartko gegen den frenetisch angefeuerten Brad McGee aus Australien. In der Qualifikation war der Berliner, der vor der Abreise nach Sydney vom Team Telekom für die nächste Saison einen Korb erhalten hatte, obwohl ein zukünftiger Vertrag mündlich vereinbart war, Olympischen Rekord in 4:18,972 Minuten gefahren. Sein Stundenmittel lag bei 55,60.
Der 103 Kilogramm schwere Sören Lausberg musste im Zeitfahren in 1:02,937 mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden sein. Den gleichen Rang hatte der bullige Berliner, der die Bahn stocksauer verließ, vor vier Jahren in Atlanta belegt. Auch die deutschen 500- Meter-Zeitfahrerinnen waren bei der ersten Entscheidung auf der Bahn bei der Medaillenvergabe leer ausgangen.
Ulrike Weichelt aus Erfurt fuhr mit 35,315 Sekunden bei der Olympia-Premiere dieser Disziplin auf Rang sechs, die deutsche Meisterin Kathrin Freitag aus Frankfurt (Oder) wurde mit 35,473 Siebente. Die Goldmedaille holte sich die Französin Felicia Ballanger, die ihren eigenen Weltrekord (34,010) in 34,140 knapp verfehlte. Die zehnfache Weltmeisterin verwies die Australierin Michel Ferris (34,696) auf den Silber-Platz. Bronze holte die Chinesin Cuihua Jiang (34,768).
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