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06.01.2011 - Madrid (dpa/rsn) - Im Fall Alberto Contador ist mit einem Urteil des spanischen Radsport-Verbandes RFEC nicht vor Februar zu rechnen. Das schrieb die spanische Sportzeitung AS unter Berufung auf die Verbandsspitze, die das umfangreiche Entlastungsmaterial des dreifachen Toursiegers derzeit sichtet. Contador bleibt dabei, dass seine erhöhten Werte an Clenbuterol aus der vergangenen Tour auf eine Nahrungsmittel-Verunreinigung zurückzuführen seien.
Die Chancen des 28-jährigen Spaniers auf die Tour-Teilnahme 2011 sinken damit immer mehr. Ganz gleich, wie das Urteil des RFEC ausfallen wird, der Gang zum Internationalen Sportgerichtshof CAS scheint unausweichlich. Sollte der spanische Verband Contador freisprechen, werden Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der Radsportweltverband UCI den CAS anrufen. Das haben beide Organisationen mehrfach erklärt. Sollte Contador in der Heimat schuldig gesprochen werden, wird er ebenfalls vor den CAS ziehen. Das kündigten seine Verteidiger an.
Beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne werden für eine solche Verhandlung etwa sechs Monate veranschlagt. Die UCI hatte zu mehreren Anlässen erklärt, dass Contadorr für die Dauer des gesamten Verfahrens suspendiert bleiben wird.