"Entscheidung völlig kopflos"

Ex-Bundestrainer Max kritisiert Petermann-Entlassung


Bundestrainer Andreas Petermann bei der Bahn-WM 2010 Foto: ROTH

08.01.2011  |  Cottbus (dpa) - Der frühere Bahn-Bundestrainer Michael Max hat die Entlassung des erfolglosen Vierer-Coaches Andreas Petermann kritisiert. "Petermann hat mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht. Die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt ist aber völlig kopflos", sagte Max.

Petermann war nach einem Krisengespräch vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) freigestellt worden. Dem Bahnvierer droht das Aus in der Olympia-Qualifikation für London 2012 und damit wie schon in Peking die Zuschauerrolle.

Max, der den Vierer 2008 kurzzeitig betreut hatte und derzeit unter anderen den Olympia-Zweiten Roger Kluge trainiert, steht als Ersatz für Petermann nicht zur Verfügung. "Ich lasse mich unter diesen Bedingungen definitiv nicht vor das Loch schieben", sagte der Cottbuser und bemängelte: "Wir haben zehn Jahre vom Osten gelebt. Wenn wir die gesamten Strukturen nicht über den Haufen werfen, fahren wir weiter hinterher. So geht`s nicht weiter."

Nach drei von zwölf Wettbewerben der Olympia-Qualifikation belegt der Bahnvierer nur Platz zehn im kontinentalen Klassement. Sechs europäische Nationen sind 2012 am Start. Die Olympia-Teilnahme sei "akut gefährdet", rechtfertigte BDR-Vizepräsident Udo Sprenger die Trennung von Petermann. Mit Blick auf die WM Ende März sucht der Verband eine Übergangslösung. Beim Weltcup Mitte Januar in Peking soll Frank Augustin die Mannschaft betreuen.

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