NetApp-Teampräsentation in Amsterdam

„Newcomer of the year“ will in die WorldTour


Team NetApp 2011 Foto: ROTH

11.01.2011  |  Amsterdam (rsn/dpa) - Der deutsche Zweitdivisionär NetApp hat auch ohne große Namen weiter die Erstklassigkeit im Visier. „Ganz klar: Wir wollen uns 2012 als Team für die WorldTour bewerben. Dafür haben wir 2010 den Grundstein gelegt, auf den wir in dieser Saison aufbauen müssen“, bekräftige Manager Ralph Denk am Dienstag bei der Teampräsentation in der Europazentrale des Sponsors in Amsterdam.

Nach dem Aus der Milram-Mannschaft ist NetApp, seit dieser Saison mit einer Professional Continental-Lizenz ausgestattet, derzeit der höchstklassige Rennstall in Deutschland. "Jetzt gehören wir zu den 40 besten Teams der Welt. Das Niveau der Professional Continental-Mannschaften war wahrscheinlich noch nie so hoch wie in dieser Saison – der Wettbewerb noch nie so hart. Mit der Motivation aus der ersten Saison im Rücken gehen wir ehrgeizig in die neue Saison“, kündigte Denk an.

Die Kalifornien-Rundfahrt und die Cyclassics in Hamburg stellen 2011 die Saison-Höhepunkte des aus 17 Fahrern bestehenden Teams dar. „Die Tour of California passt perfekt in unseren Kalender – unmittelbar nach dem Klassikerprogramm und als Start des Rundfahrtprogramms“, erklärte Denk stolz. „Dass die Tour of California das Team NetApp eingeladen hat, ist eine ganz besondere Ehre“, ergänzte Andreas König, Europa-Chef von NetApp.

Bei den großen Rennen ist NetApp allerdings auf Wildcards angewiesen. Damit steht die Heppner-Truppe in harter Konkurrenz zu Zweitdivisionären, die weit prominenter besetzt sind. Geox zum Beispiel kann mit Toursieger Carlos Sastre und Giro- und Vueltasieger Denis Mentschow bei den Veranstaltern punkten.

Den Saisonauftakt für NetApp stellt die Mallorca Challenge dar. Anschließend folgt die Andalusien-Rundfahrt. Im Frühjahr stehen flämische Klassiker wie Omloop Het Nieuwsblad und Brabantse Pijl auf dem Programm.

Im nächsten Jahr will die von den Ex-Profis Jens Heppner und Enrico Poitschke geleitete Formation in die erste Division des Radsports, was ein automatisches Startrecht bei den großen Rennen garantieren würde. Dazu wäre allerdings eine deutliche Aufstockung des jetzigen Etats vonnöten. Der Sponsor prüft derzeit eine Verlängerung seines Engagements bis 2014, wie König mitteilte. Der Rennstall sei allerdings „finanziell gut aufgestellt“, so König, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

NetApp, in der Europa-Rangliste des Radsportweltverbandes UCI an Nummer 33 geführt und als bester Neuling („Newcomer of the Year“) ausgezeichnet, geht mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Fahrern in die Saison. Neben der Kernbesetzung um Eric Baumann und Andreas Schillinger wurde das Team gezielt für Klassiker und Rundfahrten verstärkt. Prominenteste Zugänge sind der Pole Bartosz Huzarski, der zuletzt mit drei Etappensiegen bei italienischen Rundfahrten überzeugt hat, und der Kalifornier Steven Cozza, der vom ProTeam Garmin wechselte. Zudem wurden Talente wie der Tscheche Leopold Konig, Gewinner der Oberösterreich-Rundfahrt, und der Schweizer U23-Meister Michael Baer verpflichtet.

NetApp stand im Dezember sogar kurz vor der Verpflichtung des Australiers Robbie McEwen, dreimaliger Gewinner des Grünen Trikots der Tour de France. "Wir kamen aber einen halben Tag zu spät", meinte König dazu. Der 38-jährige McEwen hat mittlerweile beim RadioShack-Rennstall von Lance Armstrong unterschrieben.

Das NetApp-Team, das an seinem Sitz im belgischen Kelmis laut Denk auch über eine Höhenkammer verfügt, verbuchte in seiner Debütsaison sechs Siege, darunter Erfolge von Schillinger bei Prag-Karlsbad-Prag und drei Etappensiege von Sprinter Daniel Schorn bei der Slowakei-Rundfahrt und der Tour de Normandie.

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