UCI-Chef rechnet nicht mit schnellem Urteil

McQuaid zweifelt an Contadors Tour-Start


Pat McQuaid, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI Foto: ROTH

11.01.2011  |  (sid/rsn) - UCI-Präsident Pat McQuaid zweifelt an der Tour-Teilnahme des Spaniers Alberto Contador. "Die Möglichkeit besteht, dass Contador nicht an der Tour de France teilnehmen kann", sagte der Präsident des Weltverbandes am Dienstag. Grund sei die Untersuchung im Dopingfall des dreimaligen Toursiegers, die einige Zeit in Anspruch nehme, so McQuaid weiter.

Am Montag hatte der Weltverband erklärt, mit der vom spanischen Radsport-Verband (RFEC) geforderten Stellungnahme zum Dopingfall sei frühestens am 24. Januar zu rechnen. Ein Urteil des RFEC wird nicht vor Februar erwartet. Zudem wird der Fall aller Voraussicht nach vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS landen.

Laut McQuaid könne der Prozess Monate dauern. Ein CAS-Urteil vor dem Start der Tour de France im Juli sei somit nicht garantiert. Contador, der nach dem positiven Ergebnis seiner A- und B-Probe seit dem 24. August vorläufig gesperrt ist, sei dann möglicherweise außer Form, sagte McQuaid. Oder eben weiter gesperrt, je nachdem, wie das Urteil des spanischen Verbandes ausfalle. Bei einem Freispruch oder einem milden Urteil des RFEC könnte der Madrilene sofort wieder Rennen fahren - zumindest bis zu einem endgültigen CAS-Urteil.


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