SZ: Gutachten mit Beigeschmack

BDR entlastet Bremer vom Vorwurf der Dopingvertuschung


BDR-Sportdirektor Sportdirektor Burckhard Bremer bei den Deutschen Straßenmeisterschaften 2010 in Sangerhausen Foto: ROTH

15.01.2011  |  (sid) - Ein vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in Auftrag gegebenes Gutachten hat Sportdirektor Burckhard Bremer vom Vorwurf der Dopingvertuschung entlastet. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung, sieht sich der BDR nicht veranlasst, Bremer disziplinar- oder arbeitsrechtlich zu belangen. Bremer wurde unter anderem vorgeworfen die Dopingfälle des Profis Patrik Sinkewitz (2000) und des Bahnfahrers Christian Lademann (2004) vertuscht zu haben.

Das als unabhängig deklarierte BDR-Gutachten hat jedoch einen faden Beigeschmack. Laut SZ ist es von einem Strafrechtler erstellt worden, dessen Bruder beim Verband im Referat Leistungssport angestellt ist. Der Passauer Universitätsjurist sehe jedoch keinen Interessenskonflikt in dem Verwandtschaftsverhältnis.

Derzeit prüft das Innenministerium (BMI), ob der BDR Bundesmittel als "rechtliche Konsequenzen aus dem Verhalten von Herrn Bremer" zurückzahlen muss. Am Mittwoch geben BDR, BMI sowie die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) in einem Sachstandsbericht gegenüber des Sportausschusses des Deutschen Bundestages Auskunft.

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