Im US-Magazin Sports Illustrated

Neue Dopinganschuldigungen gegen Armstrong


Lance Armstrong (RadioShack) bei der Tour Down Under 2010 Foto: ROTH

19.01.2011  |  (sid) - Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong sieht sich erneut schweren Dopinganschuldigungen ausgesetzt. Wie das amerikanische Sportmagazin Sports Illustrated berichtet, soll der Texaner in den späten 90er Jahren das blutsteigernde Medikament HemAssist genommen haben.

Das Mittel, das sich damals noch in der Entwicklungsphase befand, hatte in Versuchen bei Tieren eine erhöhte Sauerstoff-Transportkapazität bewirkt. Das Blatt beruft sich dabei auf Quellen rund um die Ermittlungen im Zuge des Dopingskandals um das frühere US-Postal-Team.

"Ich habe nichts zu sagen", meinte Armstrong am Rande der Tour Down Under, seinem letzten Rennen außerhalb der Vereinigten Staaten, und legte sich angesichts der bohrenden Fragen mit einem Reporter an.

In dem Bericht, der am Mittwoch in voller Länge auf den Markt kam, werden aber noch weitere Anschuldigungen gegen Armstrong und Co. erhoben. In der Razzia bei Armstrongs Teamkollege Yaroslaw Popovych im November dieses Jahres sollen Dokumente und E-Mails sichergestellt worden sein, die eine Verbindung von Armstrong zum Dopingarzt Michele Ferrari nachweisen sollen. Der frühere Ullrich-Rivale hatte stets betont, dass er seit 2004 nicht mehr mit Ferrari zusammenarbeite.

Auch Floyd Lanis erneuerte seine Anschuldigungen gegen Armstrong. Im Jahr 2003 hätten Zollbeamte nach einem Flug nach St. Moritz das Gepäck der US-Postal-Fahrer durchsucht und Spritzen und Dopingmittel gefunden. Die Beschriftung der Präparate sei auf spanisch gewesen. Den Betreuern sei es aber auf Drängen von Armstrong gelungen, die Beamten davon zu überzeugen, dass es sich um Vitaminpräparate und -spritzen handele.

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine

Newsletter:

DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM