Verband trifft eine vorläufige Entscheidung

Spanier wollen Contador nur für ein Jahr sperren


Alberto Contador Foto: ROTH

26.01.2011  |  Madrid (dpa/rsn) - Der dreimalige Toursieger Alberto Contador soll wegen Dopings für ein Jahr gesperrt werden. Das sieht eine vorläufige Entscheidung des spanischen Radsportverbands (RFEC) vor, die am Mittwoch den Anwälten des Spaniers ausgehändigt wurde.

Wie aus Verbandskreisen verlautete, hat Contador nun eine Frist von zehn Tagen, um gegen den vorläufigen Beschluss Einspruch einzulegen. Danach fällt der Verband sein endgültiges Urteil, das für den 9. Februar erwartet wird.

Sollte der RFEC an der Sperre festhalten, würde Contador der Toursieg aberkannt werden. Außerdem könnte der Saxo Bank-Neuzugang nicht an der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt teilnehmen. Der Verband hatte seine vorläufige Entscheidung eigentlich erst am Donnerstag Contador übermitteln wollen.

Der trainiert derzeit mit seinem neuen Team Saxo Bank-Sungard auf Mallorca und bereitet sich dort auf die neue Saison vor.

Wie aus Verbandskreisen verlautete, ging der RFEC davon aus, dass man Contador aufgrund der minimalen Menge von Clenbuterol kein absichtliches Doping nachweisen könne. Deshalb plädierte der Verband dafür, die sonst übliche Sperre von zwei Jahren auf die Hälfte zu verkürzen.

Es gilt als sicher, dass das Verfahren auch nach der endgültigen Entscheidung des RFEC sich noch längere Zeit hinziehen wird. Die Angelegenheit wird wohl vor dem Internationalen Sportgericht CAS landen. Contador hatte bereits angekündigt, eine Sperre auf jeden Fall vor dem CAS anfechten zu wollen. Auf der anderen Seite haben auch der Weltverband UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA angekündigt, vor das Sportgericht zu ziehen, sollte die Strafe ihrer Ansicht nach zu milde ausfallen.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour de Wallonie (2.HC, BEL)
  • Dookola Mazowsza (2.2, POL)
  • Coppa Agostoni - Giro delle (1.1, ITA)
DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM