Deutsches Duo gewinnt 100. Berliner Sechstagerennen

Bartko/Kluge jubeln zum Jubiläum


Robert Bartko/Roger Kluge beim 100. Berliner Sechstagerennnen Foto: ROTH

02.02.2011  |  Berlin (dpa/sid/rsn) - Robert Bartko und Roger Kluge sind ihrer Favoritenrolle beim 100. Berliner Sechstagerennen gerecht geworden. Der Doppelolympiasieger aus Potsdam und der Europameister aus Cottbus haben das Jubiläumsrennen im erneut ausverkauften Velodrom Team gewonnen.

Nach einer spannenden Abschluss-Jagd, bei der sie alle Angriffe der Konkurrenten abwehrten, verwiesen Bartko/Kluge vor 12.000 begeisterten Zuschauern mit 315 Punkten die australischen Madison-Weltmeister Leigh Howard und Cameron Meyer (208) rundengleich auf den zweiten Rang. Die dänischen Titelverteidiger Alex Rasmussen/Michael Mörköv mussten sich diesmal mit dem dritten Platz zufrieden geben. Sie verloren im turbulenten Finale eine Runde.

Auf Platz vier landeten ebenfalls mit einer Runde Rückstand der Lausitzer Danilo Hondo und der Schweizer Franco Marvulli. Fünfte wurden die beiden Niederländer Danny Stam/Peter Schep. Bartko/Kluge hatten im November 2010 bereits das Sechstagerennen in Amsterdam gewonnen. Der 35-jährige Bartko feierte bereits den dritten Saisonsieg.

"Der Druck war enorm. Ich bin jetzt einfach nur happy. Die Zuschauer haben uns zum Sieg getragen", sagte Bartko und lobte das Berliner Publikum: "Die Stimmung war einmalig. Das habe ich so noch nie gesehen. Das ist einmalig auf der Welt."

Im Velodrom hielt es die Besucher in den letzten Runden nicht mehr auf ihren Sitzen. 18 Runden vor Schluss nutzten die Australier eine Schwächephase der beiden Deutschen und fuhren einen Rundenvorsprung heraus. "Ich bin fast verrückt geworden in dem Moment. Aber wir haben die Ruhe bewahrt", sagte Bartko. Zehn Runden vor dem Ende schafften die Lokalmatadoren ebenfalls einen Rundengewinn, mit dem sie nach Platz zwei im Vorjahr den Sieg in Berlin sicherstellten.

Auch die Veranstalter zogen ein positives Fazit. "Wir haben uns im Vorfeld Ziele gesetzt. Wir wollten ein erstklassiges Fahrerfeld, eine Top-Show und darüber hinaus das Ambiente. Diese Ziele sind jetzt erreicht worden", sagte Geschäftsführer Heinrich Seesing. Insgesamt besuchten knapp 70.000 Zuschauer die Veranstaltung. "Wir hatten die Wirtschaftskrise und eine Vertrauenskrise im Radsport. Beide haben wir wunderbar überstanden", sagte Seesing.

Beim Nachwuchsrennen stand ein prominenter Name in der Siegerliste. Rik Zabel, Sohn von Erik Zabel, gewann mit seinem Partner Maximilian Beyer das Rennen.

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