Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
16.04.2001 -
Roubaix/Berlin (dpa) - Der Niederländer Servais Knaven war der große Gewinner beim Radsport-Roulette in Roubaix, Steffen Wesemann der Pechvogel. Die 99. Austragung von Paris-Roubaix, womit der Weltcup in die dritte Runde ging, war an Dramatik kaum zu überbieten.
Ein defekter Rennschuh war Schuld daran, dass ein bravourös kämpfender Wesemann am Ende der Tortur durch Regen und Eiseskälte nach 254,5 km auf der glitschigen Betonpiste des Velodroms von Roubaix 41 Sekunden hinter Knaven nur den siebten Platz erreichte. 55 Fahrer von 190 Startern überstanden die «Hölle des Nordens», vier verletzten sich ernsthaft.
«Die letzten 70 Kilometer hatte Steffen Schwierigkeiten mit seinem linken Schuh. Die Sohle mit der Klickvorrichtung für die Pedale war defekt. Zwei Mal hat er das Rad gewechselt, einmal die Pedale und kämpfte sich danach immer wieder alleine an die Spitzengruppe. Das war unglaublich. Ein Schuh-Wechsel war uns zu riskant, und Steffen hatte es auch abgelehnt», berichtete Tekekom-Teamchef Rudy Pevenage nach dem Rennen. Wesemann war der Verzweiflung nahe: «Ich hatte die richtigen Beine zum Sieg und konnte nichts machen.» Erik Zabel (Unna), der in der Weltcup-Wertung auf Rang vier zurückfiel, stieg nach drei Defekten nach 200 km entnervt vom Rad.
Das Siegerlachen Knavens («ich bin verliebt in dieses Rennen») war unter der verkrusteten Dreckschicht in seinem Gesicht nicht zu erkennen. Im Ziel eines der schwersten Paris-Roubaix der letzten 20 Jahre war der 30-Jährige 13 km vor dem Ziel aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe weggefahren und krönte die taktische Meisterleistung seines Domo-Teams. Der Spiritus Rector dieses Erfolgs, den der famose Vorjahressieger Johan Museeuw (Belgien) und Weltmeister Romans Vainsteins aus Lettland komplettierten, hieß Patrick Lefevere. Der belgische Teamchef hatte schon 1996 für den Dreifach-Erfolg des Mapei-Teams (Sieger: Museeuw) verantwortlich gezeichnet.
Im berühmt-berüchtigten Wald von Arenberg entschied sich das Rennen auf dem 13. Abschnitt von 24 Kopfsteinpflasterpassagen, die diesmal Gesamtlänge von 47,3 km hatten. 90 km vor dem Ziel war der Franzose Philippe Gaumont auf der schlammigen, mit Wasserpfützen übersäten Piste ausgerutscht und brach sich den Unterschenkel. An der gleichen Stelle hatte sich vor drei Jahren Museeuw die Kniescheibe gebrochen und in einer Notoperation fast sein Bein verloren. Roubaix- Debütant Ralf Grabsch (Wittenberg) wurde von einem Begleit-Motorrad angefahren, blieb aber unverletzt.
Kurz nach den dramatischen Wirren im Foret d`Arenberg machte sich der Domo-Fahrer Wilfried Peeters aus einer 16-köpfigen Spitzengruppe, in der auch Wesemann und der Berliner Jens Voigt fuhren, als Solist auf die Flucht. Der Belgier hielt den Verfolgern bis 13 km vor Roubaix stand, wurde dann durch seinen Team-Kollegen Knaven abgelöst. «Ohne die Sache mit dem Schuh hätte das Rennen am Ende anders ausgesehen. Wesemann wäre um den Sieg mitgefahren», sagte Pevenage. Rolf Aldag aus Ahlen kämpfte sich auf Rang 16.
«Ich konnte am Schluss nicht mal um eine bessere Platzierung im Velodrom mitsprinten, weil ich immer Angst hatte, aus den Pedalen zu rutschen», verriet Wesemann, der sein gesamtes Training seit Dezember auf die Woche vom 8. bis 15. April mit zwei Weltcup-Rennen und Gent- Wevelgem abgestellt hatte. Die nächste Chancen zum punkten im Weltcup, der jetzt von Vainsteins (116 Punkte) angeführt wird, erhalten Wesemann (Wolmirstedt/42) und Zabel (100) erst beim übernächsten Wertungsrennen am 28. April.
Beim Amstel Gold Race geht Zabel als Titelverteidiger an den Start - mit berechtigten Aussichten auf Rückeroberung des «Weißen Trikots» und einen der vorderen Plätze. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich sind die beiden nicht am Start, sie fahren sich zusammen mit Jan Ullrich bei der «Settimana Lombarda» für das Amstel Gold Race warm.
Degenkolb gelingt historisches Triple (06.10.2008)
Westmattelmann deutscher Zeitfahr-Hochschulmeister (06.10.2008)
Retschke als Solist zum elften Saisonsieg (29.09.2008)
Re: Säbelrasseln in der ARD? (08.10.2008)
Re: Zur Abwechslung was "HEITERES" von Radio Eriwan (08.10.2008)
Re: Schumacher postitiv auf CERA (Quelle:l´équipe) (07.10.2008)
Re: Schumacher und Voigt unter 14 Verdächtigen? (07.10.2008)
Re: Warum machen die Deutschen so ne Welle schaut unsere Nachbarn an (07.10.2008)