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Martens: „Wir werden voll auf Angriff fahren" [weiter]
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07.04.2012 - Melbourne (dpa/rsn) - Kristina Vogel hat ihre zweite Medaille bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Melbourne gewonnen. Nach Gold im Teamsprint holte die Erfurterin am Samstag im Keirin Bronze. Die 21-Jährige musste sich nur der Australierin Anna Meares und Jekaterina Gnidenko aus Russland geschlagen geben. Es war die dritte deutsche WM-Medaille in der Hisense-Arena.
„Nach der unerwartenden und immer noch unfassbaren Goldmedaille im Teamsprint bin ich auch heute voll auf Angriff gefahren. Aber Anne Meares hat beweisen, dass sie hier vor heimischen Publikum sehr stark ist. Ich bin sehr glücklich mit Bronze, immerhin es ist meine erste WM-Medaille in einer olympischen Einzel-Disziplin“, freute sich Vogel und kündigte an: „Jetzt ist erstmal Party angesagt.“
Die deutschen Frauen verpassten am Samstag allerdings einen Startplatz für die olympische Omnium-Premiere. Lisa Brennauer aus Durach belegte bei der WM nur Platz elf. Das reichte im entscheidenden Nationen-Ranking nicht mehr zum Sprung unter die Top Acht in Europa. Der WM-Titel ging an Laura Trott aus Großbritannien.
„Es war klar, dass aufgrund der großen Konkurrenz bei der WM die Olympia-Qualifikation schwer wird. Für uns ist im Ausdauerbereich der Frauen aber mit Blick auf London nach wie vor die Mannschaftsverfolgung das Maß aller Dinge“, sagte BDR-Vizepräsident Udo Sprenger.
Der Cottbuser Roger Kluge soll die deutschen Männer in London im Omnium vertreten. "Kluge ist im Omnium unsere klare Nummer 1. Er hat ein sehr gutes Grundniveau, verfügt über das Auge und die notwendige Erfahrung auf der Bahn", sagte Bundestrainer Sven Meyer über den Olympia-Zweiten im Punktefahren von 2008.
Kluge hatte aufgrund seiner Straßen-Verpflichtungen in diesem Jahr erneut auf die WM verzichtet, in dieser Saison aber beim Bahn-Weltcup in Cali gewonnen. Der Cottbuser Nikias Arndt hatte am Freitag im Sechskampf aus Fliegender Runde, Punktefahren, Ausscheidungsfahren, Einerverfolgung, Scratch und 1000-Meter-Zeitfahren nur Platz 14 belegt. Damit büßte Arndt alle Olympia-Chancen ein.