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14.05.2012 - Rocca di Cambio (dpa/rsn) - Das Team NetApp präsentiert sich bei seinem Giro-Debüt stärker als erwartet. Die Truppe hat zwar keine Stars in ihrem Aufgebot. Aber der deutsche Zweitdivisionär erwies sich in der ersten Giro-Woche durchaus als Bereicherung im Fahrerfeld. Und dies nicht nur wegen der Software des Hauptsponsors, die bei der zweitwichtigsten Landesrundfahrt eingesetzt ist, und dem Firmen-Logo, das deshalb an der Strecke überall prangt.
Zwei Top-Ten-Platzierungen bei den Etappen, dreimal in Fluchtgruppen präsent - darunter auch in der bislang einzigen, die das Ziel vor dem Hauptfeld erreichte - und am Samstag mit dem Schweizer Reto Hollenstein sogar eine Zeit lang im virtuellen Rosa Trikot: Für den David unter vielen Goliaths ist das aller Ehren wert. „Wir sind heute mehr als zufrieden“, sagte der Sportliche Leiter Enrico Poitschke, nachdem sich der Pole Bartosz Husarski auf der schwierigen Sonntagsetappe auf Rang acht gekämpft hatte.
Die Ergebnisse der ersten Giro-Woche wurde reichen zwar nicht die legendäre Fahrt von Jens Jens Heppner vor zehn Jahren heran. Damals trug der netApp-Sportchef zehn Tage lang das Maglia Rosa. „Aber das stellt auch einen absoluten Glücksfall dar, dass man eine Gruppe erwischt, die durchkommt und darin noch der bestplatzierte Fahrer ist“, sagte Heppner und machte auf die Besonderheit seiner zehn Tage in Rosa 2002 aufmerksam.
Mit einem anderen Vergleich ist Heppner aber durchaus einverstanden. „Wir sind hier bei unserer ersten dreiwöchigen Rundfahrt. Als Milram und Gerolsteiner angefangen haben, hat man die in ihren ersten drei Wochen gar nicht gesehen“, sagte der 47-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.
Für die zweite Woche Woche kündigte Heppners Kollege Poitschke „die eine oder andere weitere Überraschung“ an. Und vielleicht inspiriert die Vorstellung in Italien den Sponsor, endlich den Zuschlag für die kommende Saison zu erteilen. Denn die Vertragsverlängerung steht noch aus.