20. Mai - Radstadt/ Salzburg - nach Sturz in Gegenverkehr gerutscht

Amadé-Radmarathon: tödlicher Unfall


| Foto: Freiwillige Feuerwehr Abtenau

21.05.2012  |  (Ra, Apa) - Katja Hernold, zusammen mit ihrem Mann Peter Betreiberin der Jedermann-Netzseite "Hernolds Radseiten", und Vorsitzende des RSC Essen Kettwig, ist gestern vormittag beim Amadé-Radmarathon in Radstadt bei Salzburg tödlich verunglückt.

Der Salzburger Polizeisprecher Michael Rausch zum Unfallhergang: "Die Teilnehmerin war gegen 10/15 Uhr in einem Fahrerfeld von Abtenau auf der Lammertal-Straße Richtung Golling unterwegs." Im Bereich des Voglauer Berges sei sie in einer abschüssigen Rechtskurve über die Fahrbahnmitte hinaus gekommen, gestürzt, und in einen entgegenkommenden Pkw gerutscht. "Trotz Vollbremsung und Ausweich-Manöver konnte der Pkw-Lenker den Unfall nicht vermeiden", so Rausch weiter.

"Die Radfahrerin wurde vom Vorderrad überrollt, und unter dem Pkw eingeklemmt", berichtet Einsatzleiter Markus Kronreif von der Feuerwehr Abtenau: "Der tiefer gelegte Golf konnte von uns innerhalb weniger Minuten mit Hilfe von Hebekissen und hydraulischem Spreizgerät so angehoben werden, dass die Frau schonend befreit wurde."

Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche seien leider erfolglos geblieben, so Kronreif weiter, obwohl das Rote Kreuz und auch ein Rettungshubschrauber bereits kurz nach dem Unfall vor Ort waren.

Recherchen von Radsport-aktiv bei Polizei und Einsatzleitung ergaben, dass Ehemann Peter Hernold, der zusammen mit seiner Frau Katja ins Rennen gegangen war, den Unfall rund 50 Meter hinter der Verunglückten beobachten musste, und ebenfalls schwer verletzt wurde.

Beim Wenden, um zur Unfallstelle zurückzufahren, stieß Peter Hernold mit einem anderen Teilnehmer zusammen, stürzte und brach sich das Schlüsselbein. Einsatzleiter Markus Kronreif: "Er war schwer geschockt, und wollte sich bis zu seinem Abtransport durch das Rote Kreuz immer wieder um seine Frau kümmern."

Für das Jedermann-Radrennen, das der Tourismusverband Radstadt veranstaltet, wird jeweils nur eine Fahrbahnseite freigehalten. "Die Gegenfahrbahn wird nicht extra gesperrt", sagte Polizeisprecher Rausch.

Bereits 2007 war beim Salzburger Radmarathon ein 48-jähriger Deutscher tödlich verunglückt. Er war auf der Filzmooser Landesstraße gestürzt, und ebenfalls noch an der Unfallstelle seinen schweren Kopfverletzungen erlegen.

„So ein Unfall ist für uns der Super-Gau", sagte der Radstädter Tourismus-Direktor und Veranstalter Peter Krismer: "Den Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl."

Aufgrund des Unfalls gab es keine Siegerehrung. Man habe auch überlegt, das Rennen abzubrechen, was aber extrem schwierig gewesen wäre, so Krismer weiter, "weil die Fahrer ja weit verteilt auf der Strecke unterwegs waren, und man sie daher kaum alle erreichen konnte“.

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