Petacchi feiert seinen dritten Etappensieg

Rogers gewinnt die 33. Bayern-Rundfahrt

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Das Podum der 33. Bayern-Rundfahrt, v.l.: Jerome Coppel (Saur-Sojaun) , Michael Rogers (Sky), Vladimir Gusev (Katusha) Foto: ROTH

27.05.2012  |  Bamberg (dpa/rsn) - Michael Rogers hat sich den Gesamtsieg bei der 33. Bayern-Rundfahrt gesichert. Der 32-jährige Australier vom Team Sky verteidigte zum Abschluss des fünftägigen Rennens durch den Freistaat am Nachmittag in Bamberg seine Gesamtführung vor dem Franzosen Jérome Coppel (Saur-Sojasun) und dem Russen Vladimir Gusev (Katusha). Als bester Deutscher kam Rogers' Teamkollege Christian Knees auf dem siebten Platz.

Beim Massensprint auf der 167,8 Kilometer langen Schlussetappe war Altmeister Alessandro Petacchi (Lampre-ISD) einmal mehr nicht zu schlagen und feierte nach einem langgezogenen Sprint seinen dritten Tageserfolg vor dem Australier Allan Davis (Orica-GreenEdge), der sich dem 38-jährigen Italiener zum zweiten Mal geschlagen geben musste. Als bester Deutscher kam André Schulze (NetApp) auf Rang drei, für John Degenkolb (Argos-Shimano) blieb nur der sechste Platz.

Vor dem Erfurter landeten noch der Tunesier Rafaá Chtioui (Europcar) und der Australier baden Cooke (Orica-GreenEdge). Siebter wurde der Spanier Koldo Fernandez (Garmin-Barracuda) vor dem Franzosen Tony Gallopin (RadioShack-Nissan), der sich als Gesamtsechster das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers sicherte.

Der Berliner Rüdiger Selig (Katusha) fuhr als Neunter seine beste Platzierung bei seiner ersten Bayern-Rundfahrt ein. Der Leipziger Steffen Radochla (NSP-Ghost) gewann das Bergtrikot, Petacchi sicherte sich das Blaue Trikot des besten Sprinters. Team Sky sicherte sich souverän die Mannschaftswertung.

Einen Tag nach seinem wegweisenden Sieg im Einzelzeitfahren ließ es Rogers am Finaltag des wichtigsten deutschen Etappenrennens erst einmal ruhig angehen. Sein Team ließ elf Kilometer nach dem Start in Feuchtwangen den Niederländer Karsten Kroon (Saxo Bank), den Franzosen Cedric Pineau (FDJ-BigMat) und den jungen Deutschen Maximilian Werda (Thüringer Energie Team) ziehen. Die im Gesamtklassement ungefährlichen Ausreißer fuhren zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Minuten heraus.

Knapp 50 Kilometer vor dem Ziel reagierte dann das Feld um Spitzenreiter Rogers und blies zum Angriff. Rasch verringerte sich nun der Rückstand auf das Führungstrio. Knapp drei Kilometer vor Schluss wurden dann die Ausreißer gestellt, am Ende hatte einmal mehr Routinier Petacchi die Nase vorn.

Nach seinem Etappenerfolg am Donnerstag hatte Rogers am Pfingstsamstag mit einem starken Auftritt im Kampf gegen die Uhr für die Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg gesorgt. "Das war ein wirklich wichtiger Sieg für mich, denn ich weiß, dass ich es noch kann", sagte Rogers in Feuchtwangen. Dagegen hatte Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara bei seinem Comeback mehr als eine Minute Rückstand auf den Australier. Am Sonntag stieg der Schweizer dann wegen Halsschmerzen in der Verpflegungszone aus.

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