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15.06.2012 - (rsn) – Erfolgloser Auftritt und wegen muskulärer Probleme vorzeitiger Ausstieg bei der Kalifornien-Rundfahrt, danach ein Höhentrainingslager in der Sierra Nevada – Marcel Kittel (Argos-Shimano) hat mehr als zwei Monate auf seinen sechsten Saisonsieg warten müssen. Zuletzt hatte der Erfurter Anfang April in Belgien beim Scheldeprijs jubeln dürfen, den er vor Tyler Farrar (Garmin-Baracuda) und Theo Bos (Rabobank) gewann.
Zum Auftakt der Ster ZLM Toer am Donnerstag schlug Kittel noch stärkere Konkurrenten, nämlich Weltmeister Mark Cavendish (Sky) und André Greipel (Lotto Belisol), mit zwölf Siegen bisher erfolgreichster Fahrer der Saison. Auch deshalb konnte der Argos-Shimano-Sprinter rundherum zufrieden sein.
„Nach dem Trainingslager in der Sierra Nevada wusste ich vor dem Rennen nicht genau, wo ich stehe. Nach den harten Trainingstagen weiß man nie genau, wie gut die Form ist und so bin ich nach dem Sieg einfach nur glücklich“, kommentierte Kittel auf seiner Website den Ausgang der Etappe.
Mit Blick auf sein bevorstehendes Tour-Debüt war der Sieg vom Donnerstag vielleicht der wichtigste im bisherigen Saisonverlauf, denn Kittels Mannschaft funktionierte tadellos.
„Meine Jungs haben mich heute super unterstützt und den Sprint perfekt angefahren, ich musste einfach nur hinterherfahren“, so der 24-Jährige, der betonte, dass die Etappe „auch ohne Berge“ nicht leicht gewesen sei. „Es ging über viele kleine Straßen und im Finale wurde brutal schnell gefahren“, so der überlegene Etappensieger. Genau so werden auch die Sprintankünfte der Tour de France verlaufen. Und an Kittels Top-Form dürfte nach dem Auftritt am Donnerstag niemand mehr zweifeln.