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Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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26.04.2001 -
Berlin/Schoten (dpa) - Bei der «Lombardischen Woche» quälte sich Erik Zabel als einziger Telekomfahrer durch Eis und Schnee bis ins Ziel. Als Vorbereitung für das 36. Amstel Gold Race, das die Serie der ersten fünf Weltcup-Rennen der Saison beendet, wollte der ehrgeizige Berliner auf keinen Kilometer verzichten.
Zwar dürfte Zabels Form nicht mehr jene Höhen erreichen wie vor fünf Wochen bei seinem vierten Sieg in San Remo, aber zum engsten Favoritenkreis gehört der Vorjahresgewinner in den Niederlanden auf jeden Fall. «Erik ist in hervorragender Verfassung», lobte der in der Lombardei zuständige Teamleiter Mario Kummer, der Jan Ullrich dort wegen der Wetterkapriolen zum Absteigen bewegt hatte.
«Zwar habe ich im Vergleich zum letzten Jahr schon 90 Punkte weniger auf meinem Konto der Weltcup-Wertung, aber wenn ich am Samstag gewinne, habe ich noch eine Minimalchance, den Cup wie im Vorjahr zu gewinnen», sagte Zabel. Die Hierarchie im Team Telekom ist im Gegensatz zur Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix wieder klarer gegliedert. «Erik ist Kapitän, Wesemann und Winokurow Ersatz-Kapitäne», sagte Teamchef Rudy Pevenage, der zuletzt den großen Roubaix-Pechvogel Wesemann gleichberechtigt fahren gelassen hatte. Im Weltcup führt zurzeit Weltmeister Romans Vainsteins (Lettland) mit 116 Punkten, Zabel (100) ist Fünfter.
Die Hauptkonkurrenz machte Pevenage diesmal im italienischen Mapei-Team aus, das von Michele Bartoli angeführt werden wird. «Die haben ganz schön Stress und einen gehörigen Druck, weil bei denen bisher im Frühjahr noch nicht viel lief», meinte Pevenage, bevor es nach den 257,2 Km rund um Maastricht in die Weltcup-Pause geht. Erst nach der Tour de France geht es in San Sebastian/Spanien am 11. August weiter. Die Frühjahrs-Ausbeute aus Telekom-Sicht kann sich vor dem Bilanztag am 1. Mai sehen lassen: Zabels vierter Sieg in San Remo, Fagninis Erfolg in Köln und Wesemanns dritter Platz in Wevelgem belegen eine erfolgreiche Arbeit. Insgesamt bilanzierte Telekom 2001 nach Kriterien des Weltverbandes UCI neun Erfolge.
Nach dem Rennen «Rund um den Henninger Turm» am 1. Mai in Frankfurt tritt der seit Februar viel beschäftigte Zabel einen hoch verdienten, achttägigen Kurzurlaub an. Dann geht es mit der Bayern-Rundfahrt über die Deutschland-Tour in die zweite Saisonhälfte, in der vorerst die Verteidigung des Grünen Trikots bei der Tour de France, das Zabel im Vorjahr zum fünften Mal in Folge gewann, ansteht. Nach dem Amstel Gold Race nimmt er im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF zum zweiten Mal das «As des Monats» entgegen.
Wegen der Maul- und Klauenseuche wurde der Parcours des Rennens im letzten Viertel geändert. Anstatt zweimal muss der Cauberg kurz vor Schluss ein drittes Mal bezwungen werden - nicht unbedingt ein optimaler Zuschnitt für Zabel, der sich bei der Generalprobe in Belgien beim Großen Schelde-Preis zurückhielt und Kräfte sparte. Vor dem Start in Maastricht werden Fahrer, Fahrräder und Begleitfahrzeuge wegen der Tierseuche desinfiziert.
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