Weltcup: Erfurterin feiert Sprintsieg in Glasgow

Trotz Ausbildungsstress: Vogel auf Högenflug


Olympiasiegerin Kristina Vogel gewinnt den Sprint-Weltcup in Glasgow. | Foto: Franz

18.11.2012  |  Glasgow (dpa) - Trotz Terminstress nachihrem Olympiasieg in London und eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten wegen ihrer Polizei-Ausbildung setzt Kristina Vogel ihren Höhenflug fort.

Drei Monate nach dem überraschenden Olympia-Gold im Teamsprint glänzte die Erfurterin beim Weltcup in Glasgow ohne Partnerin Miriam Welte in den Einzeldisziplinen. Im Zeitfahren belegte die 22-Jährige in persönlicher Bestzeit (34,318 Sekunden) den zweiten Platz. Im Sprint fuhr Vogel am Samstag sogar überlegen auf Rang eins und feierte ihren dritten Erfolg in einem Weltcup. "Es ist schön, die deutsche Hymne für mich alleine zu hören", twitterte die 22 Jahre alte Vogel nach ihrem Sieg.

Bundestrainer Detlef Uibel zeigte sich vom Abschneiden seiner Vorzeige-Athletin sehr angetan. "Die Ausbildung bei der Bundespolizei ist für sie sehr intensiv und stressig. Es zeigt sich aber wieder einmal, dass Stress durchaus positiv sein und für zusätzliche Motivation sorgen kann", lobte der Cottbuser die Sprinterin, die im Februar ihre Ausbildung abschließen will.

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Neben der Abschlussprüfung zur Polizeimeisterin steht für Vogel im Februar auch die WM in Minsk auf dem Plan. Arbeitgeber, der Bund deutscher Radfahrer BDR und Sportlerin haben sich inzwischen auf eine Teilnahme an den Titelkämpfen in Weißrussland geeinigt. Dort will Vogel zusammen mit Welte wieder Gold im Teamsprint holen. "Natürlich wollen wir unseren WM-Titel im Teamsprint gern verteidigen, darauf liegt der Fokus", kündigte sie selbstbewusst an.

Die Ergebnisse von Glasgow waren für Vogel ein erster und wichtiger Schritt zur WM. "Es war sehr wichtig, dass Kristina nach einem kleinen Tief nach den Spielen wieder schnell in den Rhythmus gekommen ist", erklärte Uibel und zeigte sich überzeugt: "Vogel gehört in den nächsten Jahren zu den internationalen Top-Sprinterinnen." Der Sieg von Glasgow soll also auch als Fingerzeig für die WM verstanden werden.

Für weitere BDR-Erfolge in Glasgow sorgten die deutschen Teamsprinter mit dem Sieg im Finale gegen Olympiasieger Großbritannien. Im Omnium der Männer gewann überraschend Europameister Lucas Liß aus Unna (30 Punkte) vor Weltmeister Glenn O`Shea (Australien/31). Ebenfalls Platz eins sicherte sich Stefan Bötticher aus Breitenworbis im Keirin.

In der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung belegte das deutsche Quartett hinter Ex-Weltmeister Dänemark den zweiten Platz und bestätigte den leichten Aufwärtstrend.

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