WADA und USADA trauen der UCI nicht

Unabhängige Kommission in Handschellen?


WADA-Präsident John Fahey ist von der Aufrichtigkeit der UCI nicht berzeugt. Foto: Jean-Christophe Bott

16.01.2013  |  Berlin (dpa/rsn) - Der Radsport-Weltverband UCI hat im Zusammenhang mit der Aufklärung der Affäre Armstrong von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der US-Agentur USADA herbe Abfuhren erhalten. Die beiden Institutionen übten heftige Kritik an der sogenannten Unabhängigen Kommission der UCI, welche die Rolle des Verbandes im Dopingskandal um den einstigen Superstar des Radsports aufarbeiten soll.

Man habe „ernsthafte Bedenken“ hinsichtlich des Auftrags der Kommission, sagte WADA-Chef John Fahey. Außerdem gebe es Zweifel an der Unabhängigkeit des dreiköpfigen Gremiums, das von der UCI „ohne Rücksprache mit Anti-Doping-Behörden“ eingesetzt worden sei. Die WADA lehne unter diesen Umständen eine Mitarbeit ab.

Die USADA, die Armstrong letztlich des langjährigen und systematischen Dopings überführt hatte, monierte vor allem, dass möglichen Kronzeugen weder Anonymität noch Schutz vor Vergeltung durch die UCI gewährt werde. Entsprechende Vorschläge, von der Kommission offenbar akzeptiert, seien vom Weltverband abgelehnt worden.

Dies ziehe „natürlich das Engagement der UCI für eine umfassende und genaue Untersuchung in Zweifel“, betonte USADA-Chef Travis Tygart. Außerdem sei man sehr besorgt, „dass die UCI ihrer Unabhängigen Kommission die Augen verbindet und Handschellen anlegt, um ein gewünschtes Untersuchungsergebnis sicherzustellen.“

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