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16.01.2013 - Berlin (dpa/rsn) - Der Radsport-Weltverband UCI hat sich gegen jüngste Vorwürfe der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der US-Agentur USADA gewehrt und die sogenannte Unabhängige Kommission zurechtgewiesen. "Die Aufgabe dieser Kommission ist es nicht, Doping-Beichtstuhl zu sein", so die UCI in einer Pressemitteilung am Mittwoch..
Vielmehr solle das vom Weltverband ins Leben gerufene dreiköpfige Gremium den in dem umfangreichen USADA-Bericht gegen Armstrong gelieferten Hinweisen auf eine Komplizenschaft der UCI nachgehen.
Zuvor hatten die beiden Anti-Doping-Agenturen ein Kooperation mit der Kommission abgelehnt, da sie weder deren Unabhängigkeit gewährleistet noch mögliche Kronzeugen geschützt sahen. Die Kommission selbst hatte daher gefordert, ihre Befugnisse auszuweiten. Dies lehnte die UCI ab und verwies auf den WADA-Code, der Modifikation nicht zulasse. Sollten alle olympischen Sportarten die Anti-Doping-Bestimmungen ändern, würde das auch der Radsport tun.
Zugleich schaltete die UCI wie schon 2012 angekündigt eine Hotline frei, bei der sich Radprofis anonym mit Fragen zum Anti-Doping-Kampf oder Hinweisen zu beobachteten Vergehen melden können.