Profi-Radsport

Einspruch gegen CONI-Urteil abgewiesen

CAS bestätigt zwölfjährige Sperre für Riccò

Foto vergrößern01.03.2013 - Lausanne (dpa/rsn) - Der Internationale Sportgerichtshof CAS unter Vorsitz des deutschen Juristen Ulrich Haas hat die gegen Riccardo Riccò verhängte zwölfjährige Sperre bestätigt. Das ist für den 29 Jahre alten Italiener gleichbedeutend mit dem Ende seiner Karriere.

„Das Gericht hat den Einspruch Riccòs gegen die Sperre des Nationalen Olympischen Komitees Italiens wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln verworfen“, hieß es in einer CAS-Stellungnahme. Das CONI hatte den Wiederholungstäter Riccò mit Wirkung vom 12. April 2012 für zwölf Jahre gesperrt. Der Kletterspezialist hatte dagegen im Juni 2012 vor dem CAS Einspruch eingelegt. Riccòs Argumente für eine Aufhebung der Sperre bis 2024 seien laut Haas „nicht fundiert“ gewesen.

Der Giro-Zweite von 2008, der kurz darauf bei der Tour de France 2008 positiv auf CERA getestet und gesperrt worden war, musste am 6. Februar 2011 mit Nierenversagen und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Den Ärzten gegenüber erklärte er, sich eine Eigenbluttransfusion verabreicht zu haben. Das Blut hatte er nach eigener Aussage 25 Tage in seinem Kühlschrank aufbewahrt. Später widerrief er sein Geständnis und seinen zunächst erklärten Rücktritt und versuchte, beim kroatischen Continentental-Team Meridiana-Kamen – das auch Davide Rebellin und Patrik Sinkewitz verpflichtete - unterzukommen.

Dagegen ginggen sowohl der Italienische Verband als auch das CONI vor, in dem sie Riccò suspendierten. Zudem erhielt er vom Kroatischen Verband nicht die beantragte Lizenz.

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