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05.03.2013 - (rsn) - Am Montag war Nacer Bouhanni (FDJ) noch der große Strahlemann. Auf der 1. Etappe von Paris-Nizza sicherte sich der französische Meister nicht nur den Tagessieg, sondern auch das Gelbe Trikot. Nicht einmal 24 Stunden später fand der Höhenflug des 22-Jährigen dann aber ein jähes Ende.
Rund 60 Kilometer vor dem Ziel war der Mann in Gelb in einer Kurve das Vorderrad weggerutscht. Bouhanni knallte auf den Asphalt und konnte das Rennen nicht mehr fortsetzen. Er zog sich Schnittverletzungen im Gesicht und an der Hand zu. Im Krankenhaus wurde Bouhanni an der Lippe genäht, der Verdacht auf Rippenbruch bestätigte sich nicht.
Nach dem frühen Aus waren bei FDJ alle enttäuscht. „Gestern waren wir noch auf unserer kleinen Wolke. Nacer war super motiviert und wollte auch die heutige Etappe gewinnen", sagte Bouhannis Zimmerkollege Geoffroy Soupe, der im Finale für seinen ausgestiegenen Kapitän einsprang, nach einem zu frühen Antritt aber nur Rang 14 belegte, nach dem Rennen.
Teamkollege Yoann Offredo ergänzte: „Schon auf den 15 Kilometern vor seinem Sturz war Nacer äußerst nervös. In einer Kurve lag etwas Sand, außerdem hatte es etwas geregnet. Ich denke, er war einfach zu schnell unterwegs und ist dann ins Rutschen geraten. Der Schock war heftig. Wir haben einen außergewöhnlichen Montag erlebt, umso trauriger sind wir jetzt", gestand Offredo ein.
Bouhanni ist bereits der zweite Ausfall bei FDJ. Am Montag hatte der Grippe geschwächte Pierrick Fedrigo auf der 1. Etappe aufgeben müssen. Im Gesamtklassement ist nun Soupe als Sechster mit zehn Sekunden Rückstand auf den Italiener Elia Viviani (Cannondale) bestplatzierter FDJ-Fahrer.