Erst in der Spitzengruppe, dann in den Top Ten

Droste freute sich bei Rund um Köln gleich zwei Mal

Von Christoph Adamietz


Jan-Niklas Droste (Heizomat) | Foto: ROTH

22.04.2014  |  (rsn) – Mit dem zehnten Platz von Jan-Niklas Droste hat das Team Heizomat beim 98. Rund um Köln sein Ziel erreicht. Entsprechend zufrieden zeigte sich Teamchef Markus Schleicher im Gespräch mit radsport-news.com.

„Es geht natürlich immer irgendwie besser, aber gemessen an unseren finanziellen Möglichkeiten waren wir auch in Köln wieder sehr effizient“, so Schleicher, der das Ergebnis seines Schützlings umso höher wertete, da dieser „eigentlich kein reiner Massensprinter ist. Er fühlt sich im Spurt aus einer überschaubaren Spitzengruppe sicherlich wohler.“

Zufall war es aber nicht, dass Droste im Finale mit den Besten mithalten konnte. „Den Ostermontag mit Rund um Köln habe ich mir aber schon in der Vorbereitung dick im Kalender angestrichen! Ich mag das Rennen“, sagte er zu radsport-news.com.

Droste hatte auch für sich selbst das Ziel Top Ten ausgegeben, aber nicht damit gerechnet, im Sprint so weit vorne zu landen. „Ehrlich gesagt habe ich heute auf eine Gruppe gehofft. Von Rennbeginn an war ich deshalb dabei. Als es im ersten Renndrittel zur Selektion kam und wir nur noch gut 30 Fahrer waren, habe ich mich schon gefreut. Aber das zeichnet unseren Sport ja aus . Es kommt eben immer anders als man denkt“, so der 23-Jährige.

Im Sprint war Droste dann nicht optimal positioniert und musste sich auf dem letzten Kilometer erst noch nach vorne arbeiten. „Deshalb denke ich, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre", meinte er.

Neben Droste bekam auch Julian Essers vom Teamchef ein Sonderlob, nachdem er auf dem Zielkurs in Köln noch gemeinsam mit dem Tschechen Jan Barta (NetApp-Endura), dem Sieger von 2012, noch zur dreiköpfigen Spitzengruppe aufschließen konnte. „Julian ist ein sehr starkes Finale gefahren. Damit habe ich so nicht gerechnet“, so Schleicher, dessen Mannschaft am Wochenende beim Bundesliga-Auftakt Rund um die Cadolzburg am Start steht, ehe es am 1. Mai mit Eschborn-Frankfurt weiter geht.

„Im vergangenen Jahr haben wir uns als Team Heizomat in Frankfurt sehr ordentlich verkauft. Jan-Niklas Droste war lange Zeit in einer Spitzengruppe unterwegs. Am Ende hat es für den Gesamtsieg in der Sprintwertung gereicht. Johannes Weber kam als 18-Jähriger in dem sehr stark dezimierten Hauptfeld ins Ziel“, erinnerte sich Schleicher gerne zurück und hofft natürlich, auch am beim hessischen Frühjahrsklassiker mit einem jungen Team die großen Stars zumindest etwas ärgern zu können.

An Selbstbewusstsein wird es Heizomat nach dem Auftritt in Köln sicherlich nicht mangeln.

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