Pole lobt nach 17. Tour-Etappe Teamchef Riis

Majka wandelte am Pla d´Adet auf Jaskulas Spuren

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Rafal Majka (Tinkoff-Saxo) gewinnt die 17. Etappe der Tour de France. | Foto: Cor Vos

24.07.2014  |  (rsn) - Fast auf den Tag genau vor 21 Jahren hat der Pole Zenon Jaskula die Pyrenäen -Etappe der damaligen Frankreich-Rundfahrt am Pla d’Adet gewonnen. Am Mittwoch machte es Rafal Majka seinem Landsmann nach. Der 24-jährige Fahrer vom Team Tinkoff- Saxo feierte in Saint-Lary-Soulan seinen zweiten Tagessieg bei der 101. Auflage der Tour de France.

Am vergangenen Samstag bereits entschied Majka eine der beiden Alpen-Etappe in Risoul für sich, diesmal überzeugte er an dem ¬über zehn Kilometer langen Schlussanstieg zum Pla d’Adet, wo er zuerst Joaquim Rodriguez (Katusha) stehen ließ, um dann die Lücke zur Gruppe um seinen Mannschaftskollegen Nicolas Roches zu schließen. Sechs Kilometer vor dem Ziel konnte sich der junge Pole absetzen und ziemlich schnell den Ausreißer Giovanni Visconti (Movistar) einholen, der noch allein an der Spitze kämpfte.

Auf Majkas rasanten Antritt 2,5 Kilometer vor dem Ziel konnte der Italiener dann nicht mehr reagieren. Der Träger des Bergtrikots blinzelte noch dem Kameramann auf dem begleitenden Motorrad zu, beschleunigte und machte sich ab und davon. „Ich bin nur überglücklich. Sowohl über meinen Sieg als auch über unsere gesamte Mannschaftsleistung in den vergangenen Tagen“, sagte Majka hinter der Ziellinie. Am Dienstag hatte ein anderer Tinkoff-Rennfahrer, Michael Rogers, in Bagneres-de-Luchon die Nase vorn.

„Die ganze Equipe hat toll für mich gearbeitet, allen voran Nico, der mich im Finale unterstützt hatte. Manager Bjarne Riis legte mir ans Herz, ich solle nicht auf Teufel komm raus Rodriguez folgen, der mir in der Bergwertung gefährlich werden konnte. Bjarne sagte, ich solle versuchen, die Etappe zu gewinnen, denn damit wäre uns das gepunktete Trikot sicher gewesen. Er hatte Recht“, berichtete Majka, der in diesem Jahr bei der „Großen Schleife“ sein Debüt gibt.

Die ersten zwei Wochen ließ Majka es locker angehen, weil er, so sah der Plan aus, in den Bergen Alberto Contador helfen sollte. Da allerdings der Spanier verletzt vorzeitig nach Madrid abreisen musste, stellte die Sportliche Leitung die Rennstrategie um und ließ Majka gewähren. In der dritten Tour-Woche scheint er glänzend in Form zu sein, strahlt Selbstbewusstsein aus und zeigt keine Anzeichen von Müdigkeit.

„Ich mag Etappen mit vielen Anstiegen, so was liegt mir. Mir gefällt die Tour, das Wetter ist auch um einiges besser als beim Giro d’Italia“, fügte Majka an, der im Mai bei der Italien-Rundfahrt Platz sechs im Gesamtklassement belegte. Seinen Triumph widmete er seiner Verlobten Magda, noch in diesem Jahr wird wahrscheinlich die Hochzeit stattfinden – dann wohl im Zeichen des Maillot dot.

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