Profi-Radsport

Französischer Dopingsünder nicht nach Sydney

18.09.2000 - Paris (dpa) - Der bei den Doping-Tests der jüngsten Tour de France positiv kontrollierte französische Rad-Profi Emmanuel Magnien ist definitiv von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Das teilte er am Montagabend selbst in einer Erklärung mit.

Zuvor hatte ein Sport-Schiedsgericht beschlossen, ihn für sechs Monate zu suspendieren. Drei davon wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Entscheidung gilt ab dem 25. August, teilte Magniens Anwalt mit. An diesem Tag hatte der Französische Radsport-Verband beschlossen, den für das Team La Francaise des Jeux fahrenden 29-Jährigen für sechs Monate auf Bewährung zu sperren.

Magnien war von dem Verband für schuldig befunden worden, sich zwei Tage vor dem Start der Tour de France mit als leistungssteigernd geltenden kortisonhaltigen Medikamenten gegen eine Pollen-Allergie intramuskulär behandelt zu haben. Am Abend der 16. Etappe der Tour war er in Morzine dann positiv kontrolliert worden. Der Internationale Radsport-Verband UCI hatte die Sanktion vor dem Schiedsgericht als zu niedrig kritisiert, Magnien selbst seinen Freispruch gefordert. «Dieses ungerechte Urteil empört mich», meinte der Franzose in seiner Erklärung.

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