Profi-Radsport

Peschel bei Friedensfahrt nur noch mit fünf Sekunden vorn

15.05.2001 - Zdar nad Zazavou (dpa) - Friedensfahrt-Spitzenreiter Uwe Peschel hat seinen Vorsprung im Gelben Trikot bis auf fünf Sekunden aufgezehrt. Eine fünf Fahrer zählende Spitzengruppe ließ die Favoriten im Ziel zum Rechenschieber greifen und den Berliner zittern: Peschel führt jetzt nur noch mit minimalem Vorsprung vor dem Tschechen Petr Sestak.

Etappensieger des 5. Tagesabschnitts über 168 km von Olomouc nach Zdar nad Sazavou wurde Marc Streel aus dem kleinen Team Collstrop. Der Belgier hatte sich 50 km vor dem Tagesziel aus der führenden Fünfer-Gruppe, die lange unterschätzt wurde, verabschiedet und mit 34 Sekunden Vorsprung als Solist das Ziel erreicht.

Ein prominentes Opfer hatte die 5. Etappe in dem belgischen Top- Sprinter Tom Steels, der das Rennen aufgab. Der neunfache Etappensieger bei der Tour de France wollte die Friedensfahrt nutzen, um sich nach einer schweren Krankheit für die Tour wieder in Form zu fahren. Steels litt an Pfeiffer`schem Drüsenfieber und bestritt drei Monate keine Rennen.

In der Gesamtwertung rückte der erst 20-jährige Sestak mit einem achten Tagesrang dicht an Peschel heran. Dritter der Gesamtwertung ist nun der Pole Arkadiusz Wojtas aus dem Team Nürnberger, der neun Sekunden hinter Peschel rangiert. Wojtas hatte die Etappe als Sechster beendet. «Die Mannschaft hat zwar versucht, für mich zu arbeiten», sagte Peschel im Ziel: «Aber mit nur vier Fahrern kann man kein Feld kontrollieren. An meiner Form liegt es nicht, dass es so knapp wurde.»

Schon nach 48 km hatte sich auf dem hügeligen Kurs die entscheidende Gruppe gefunden, deren bester Fahrer in der Gesamtwertung, Sestak, fast fünf Minuten Rückstand auf den Gesamtbesten hatte. Das Feld mit den Favoriten nahm diesen Vorstoß überhaupt nicht zur Kenntnis. Selbst als die Ausreißer 10 Minuten Vorsprung hatten, blieb der Rest der Fahrer bei einem Trainingstempo. Schon nach 73 km waren es 15 Minuten. Erst auf den letzten Kilometern machte das Feld noch einmal Boden gut, ohne allerdings die Ausreißer noch einmal ernsthaft gefährden zu können.

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