Zitat der Woche:
"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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18.05.2001 -
Plauen (dpa) - Der 28-jährige Jakob Piil steht vor dem Gesamtsieg bei der 54. Internationalen Friedensfahrt und könnte nach 47 Jahren Pause wieder für einen dänischen Gesamtsieg sorgen. Der Fahrer vom Bjarne-Riis-Team CSC World Onlin hatte sich beim 25,8 km langen Einzelzeitfahren zwischen Greiz und Plauen die Führung erkämpft und behauptete sie am Nachmittag auf dem 9. Tagesabschnitt von Plauen nach Gera.
Piil war beim Zeitfahren Fünfter und führt in der Gesamtwertung weiter mit 18 Sekunden vor dem Spanier Aitor Garmendia (Coast), der Zweiter im Zeitfahren wurde. Tagessieger der 8. Etappe war der Leipziger Thomas Liese (Team Nürnberger), der seinen vierten Zeitfahrsieg erkämpfte.
Am Nachmittag holte sich der Ukrainer Bogdan Bondariew vom Team Mroz mit wenigen Sekunden Vorsprung vor dem kompletten Feld seinen zweiten Etappenerfolg. Zweiter nach 97 km von Plauen nach Gera wurde der Leipziger Robert Förster aus dem Team Nürnberger. Bondariew hatte sich 16 km vor dem Ziel abgesetzt. Den kritischsten Moment hatte das Feld zu meistern, als fünf Kilometer vor dem Ziel ein Verkehrsunfall eine Kreuzung versperrte. Die Polizei leitete das Feld vorsichtig an der von zwei völlig zerstörten Autos blockierten Unglücksstelle vorbei.
«Es war sehr schwer, das Trikot auf einem engen Kurs mit vielen Kurven zu behaupten. Morgen wird es leichter», glaubt der Vizeweltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren von 1999 aus Dänemark, der in Gent lebt. «Ich wollte die Etappe gewinnen, schon weil meine Eltern und meine Freundin da waren», sagte der Etappen-Zweite Förster, «aber es war trotzdem ein toller Spurt». Bondariew hatte neun Sekunden Vorsprung ins Ziel gerettet.
Der Zeitfahrkurs vom Vormittag zwischen dem thüringischen Greiz und Plauen im Vogtland erwies sich als wesentlich schwerer als zuvor angenommen. Ein langer Anstieg am Anfang, viele Wellen, Gegenwind und am Ende enge Kurven sorgten für große Abstände. Der bisherige Spitzenreiter Enrico Poitschke hatte bereits nach 8 km einen Rückstand von 53 Sekunden auf die zu diesem Zeitpunkt führenden Garmendia und den Bergkönig der Fahrt, Radoslaw Romanik (Polen). Er wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, dass er sein Gelbes Trikot nicht würde verteidigen können.
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