Merckx fordert lebenslange Sperren

Brennauer zum Fall Van den Driessche: "Ganz schlimmer Betrug"

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Lisa Brennauer hat im WM-Zeitfahren Bronze gewonnen. | Foto: Cor Vos

03.02.2016  |  Berlin (dpa) - Der verbotene Elektromotor im Rad der belgischen Cross-Fahrerin Femke Van den Driessche ist auch bei der Ladies Tour of Qatar ein Thema. Als "ganz schlimmen Betrug" bezeichnete Lisa Brennauer (Canyon-SRA) den Vorfall. Ihre Teamkollegin Trixi Worrack hält "Motordoping" für ebenso verwerflich wie Blutdoping.

Im U23-Rennen der Frauen bei der Cross-WM in Zolder hatten Kontrolleure am vergangenen Wochenende erstmals bei Radsport- Titelkämpfen einen Hilfsmotor im Rahmen eines Starters/einer Starterin entdeckt. Die UCI hatte erst Anfang des Vorjahres ihren Strafenkatalog um den Punkt "technologischer Betrug" erweitert. Fahrer werden mit sofortiger Disqualifikation, einer anschließenden Sperre von mindestens sechs Monaten und Strafzahlungen belegt.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, forderte Eddy Merckx, fünffacher Tour-de-France-Sieger und Mitorganisator der Rundfahrt in Katar, lebenslange Sperren für erwischte "Motordoper".

Worrack betonte, dass der Fund bei der 19-jährigen Van den Driessche nur die Spitze des Eisbergs sei. "Wenn man so einen Motor jetzt bei einer Frau entdeckt hat, dann heißt das, dass das unter den Männern schon früher im Umlauf gewesen sein muss. Man hat nur nichts gefunden", sagte die Deutsche Meisterin in Doha.

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