Doppelschlag beim Etoile de Bessèges

Chavanel kann doch noch siegen

Foto zu dem Text "Chavanel kann doch noch siegen"
Sylvain Chavanel (Direct Energie) | Foto: Cor Vos

05.02.2016  |  (rsn) – Sylvain Chavanel (Direct Energie) hat am Freitag gezeigt, dass er sich in seiner französischen Heimat am wohlsten fühlt und trotz seiner 36 Jahre noch immer ein Siegfahrer ist. Auf der 3. Etappe des Etoile de Bessèges (2.1) konnte der Franzose erstmals seit über 14 Monaten jubeln. Damit konnte Chavanel seine letzten sechs Siege auf französischem Boden einfahren.

Nachdem sich er im Sprint einer 25 Fahrer starken Spitzengruppe vor seinen Landsleuten Tony Gallopin (Lotto Soudal) und Arthur Vichot (FDJ) durchgesetzt hatte, übernahm der Allrounder auch die Führung in der Gesamtwertung von seinem Teamkollegen Bryan Coquard, der die ersten beiden Etappen gewonnen hatte.

"Wir haben einen absoluten Lauf. Unsere Arbeit zahlt sich aus. Wir haben heute ein perfektes Rennen gezeigt. Vor noch zehn Jahren hätte ich vielleicht im Finale attackiert. Jetzt bewahre ich mehr Geduld", so Chavanel nach seinem ersten Saisonerfolg.

Vor den beiden entscheidenden Schlussetappen hat Chavanel allerdings nur ein dünnes Polster auf die Konkurrenz. Der Vorjahreszweite Gallopin liegt nur zwei Sekunden hinter ihm, der drittplatzierte Vichot hat neun Sekunden Rückstand.

Nachdem zum Rennbeginn einige Attacken ohne Erfolg geblieben waren, setzten sich nach zwölf Kilometern nicht weniger als 27 Fahrer vom Feld ab, die sich schnell einen Vorsprung von zwei Minuten herausfahren konnten. Da in der Spitzengruppe nahezu alle Favoriten auf den Gesamtsieg sowie der Spitzenreiter Bryan Coquard mitmischten, ließ das Feld die große Gruppe gewähren.

Aus dieser großen Gruppe setzten sich immer wieder verschiedene Fahrer ab, doch konnte sich niemand einen entscheidend lösen. 60 Kilometer vor dem Ziel verlor Spitzenreiter Coquard im Col de Trelis (1. Kat) den Anschluss. Um den Sprinter endgültig loszuwerden erhöhte die große Spitzengruppe das Tempo, so dass auch der Vorsprung auf die Verfolgergruppe auf über drei Minuten anwuchs.

Auf den letzten 20 Kilometern versuchte es der Belgier Boris Dron (Wanty- Groupe Gobert) auf dem Rundkurs von Bességes mit einer Soloattacke und konnte tatsächlich 40 Sekunden Vorsprung herausarbeiten.

Doch vor allem FDJ zeigte sich stets auf der Höhe, so dass Dron zehn Kilometer vor dem Ziel gestellt war. Im Anschluss waren es die FDJ-Profis Sebastien Reichenbach, Vichot und Thibaut Pinot, die das Tempo hoch hielten und alle Attacken vereitelten. Im Sprint hatte dann aber Chavanel das beste Ende für sich.

 

Tageswertung:
1. Sylvain Chavanel (Direct Energie)
2. Tony Gallopin (Lotto Soudal) s.t.
3. Arthur Vichot (FDJ)
4. Sebastien Delfosse (Wallonie Bruxelles)
5. Jerome Cousin (Cofidis)

Gesamtwertung:
1. Sylvain Chavanel (Direct Energie)
2. Tony Gallopin (Lotto Soudal) +0:02
3. Arthur Vichot (FDJ) +0:09

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