Team-Vorstellungen 2016

Ag2r–La Mondiale - die Tour steht wieder im Fokus

Von Daniel Brickwedde


Ag2R im Teamzeitfahren der Tour 2015 | Foto: Cor Vos

11.02.2016  |  (rsn) – Mit großen Hoffnungen starten die Teams in die neue Saison. In einer Serie stellt radsport-news.com alle 18 Mannschaften der WorldTour, die Zweitligisten Bora-Argon 18 und Stölting Service Group aus Deutschland sowie das Team Roth aus der Schweiz vor.

Heute: AG2R–LA MONDIALE

Zwei Etappensiege bei der Tour de France retteten die Saison 2015. In diesem Jahr will Ag2R wieder die Gesamtwertung angreifen. Dafür hat die Equipe von Manager Vincent Lavenu einen der großen französischen Hoffnungsträger in ihren Reihen. Aber auch beim Giro will das Team glänzen.

Land: Frankreich
Hauptsponsor: AG2R La Mondiale
Branche: Versicherungsgruppe
Manager: Vincent Lavenu
Radausrüster: Focus
WorldTour-Platzierung 2015: 11
Fahrer im Aufgebot: 30

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Rückblick 2015: Das überragende Vorjahr mit den Tour-Erfolgen war kaum zu übertreffen – dennoch schlug sich das französische Team mehr als achtbar. Früh sicherte Jean-Christophe Péraud seiner Mannschaft beim Critérium International einen ersten wichtigen Sieg, doch ausgerechnet bei der Tour de France konnte der 38-Jährige nicht im entferntesten an seine überragende Vorstellung aus dem Vorjahr anknüpfen, als er in Paris Gesamtzweiter wurde. Mit Etappensiegen durch Alexis Vuillermoz an der Mur-de-Bretagne und den immer stärker auftrumpfenden Romain Bardet konnte die Tour doch noch als Erfolg verbucht werden. Auch bei der Vuelta a Espana gelang ein Tagessieg: Der junge Alexis Gougeard gewann die 19. Etappe der letzten großen Rundfahrt des Jahres.

Die Saison rundete Neuzugang Jan Bakelants mit Siegen beim Giro del Piemonte und dem Giro dell’Emilia ab. Eine Schrecksekunde war der schwere Sturz von Domenico Pozzovivo beim Giro d‘Italia. Die Bilder ließen zunächst Schlimmstes befürchten, doch der kleine Italiener kam mit einem Schädeltrauma davon und saß wenige Wochen später bereits wieder im Sattel.

Ausblick 2016: Höhepunkte sind wieder die französischen Rennen – allen voran natürlich die Tour de France. Mehr und mehr rückt dabei Bardet als Fahrer für die Gesamtwertung in den Fokus. Neben Landsmann Thibaut Pinot ist er die große Hoffnung der Franzosen auf den lang ersehnten ersten Tour-Sieg seit 1985. Dafür wird es 2016 sicherlich nicht reichen, auch wenn dem 25-Jährigen die bergige Strecke und die hügeligen Zeitfahren entgegen kommen dürften. Aber auch bei den Ardennen-Klassikern ist mit Bardet zu rechnen.

Eine große Unbekannte ist Jean-Christophe Péraud. Kann der Oldie seine Form von 2014 noch einmal abrufen? Der Giro d’Italia wird wohl wieder Domenico Pozzovivo vorbehalten sein: Viermal konnte der 33-Jährige die Italien-Rundfahrt unter den ersten zehn beenden, 2014 langte es sogar zu Platz fünf. Für die Jagd nach Etappensiegen schickt die Equipe eine schlagfertiges Aufgebot mit Spezialisten wie Alexis Vuillermoz, Jan Bakelants, Blel Kadri oder Christophe Riblon in die Saison. Auch der junge Alexis Gougeard hat 2015 sein Potenzial angedeutet.

Neuzugänge: Mit Cyril Gautier hat Ag2r einen der angriffslustigsten Fahrer im Peloton zur neuen Saison verpflichtet. Der Franzose machte in der Vergangenheit bei Europcar mit etlichen Fluchten bei der Tour de France auf sich aufmerksam. Weitere wichtige Neuverpflichtungen sind der neuseeländische Zeitfahrer Jesse Sergent von Trek. Ein Fahrer mit Perspektive ist der 21-jährige deutsche Nico Denz, der bereits im vergangenen August aus der Farmmannschaft Chambery zu den Profis aufrückte.

Abgänge: Ende 2015 zog Teammanager Vincent Lavenu die Reißleine und kündigte den Vertrag mit Carlos Alberto Betancur auf. Trotz seines Potenzials erschien ihm der Kolumbianer nach zwei schwachen Jahren und etlichen Eskapaden nicht mehr tragbar. 2016 versucht Betancur einen Neuanfang bei Movistar. Sein Karriereende gab nach 17 Jahren Rinaldo Nocentini bekannt. Seit 2007 stand der Italiener bei Ag2r unter Vertrag und konnte 2009 für acht Tage das Gelbe Trikot bei der Tour tragen.

Aufgepasst auf … … Pierre Latour. Der junge Kletterer konnte in seiner Debüt-Saison 2015 mit vielen guten Platzierungen überzeugen. Latour beendete unter anderem die Tour de l’Ain und die Route du Sud als Dritter, die Burgos-Rundfahrt als Fünfter und die Österreich-Rundfahrt als Siebter. Ein junger Franzose mit Potenzial, auf den es sich in den kommenden Jahren genauer zu schauen lohnt.

 

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