Von Platz 1 auf Rang 64 bei der Algarve-Rundfahrt

Der Alto do Malhao war für Tony Martin eine Nummer zu groß


Tony Martin (Etixx-Quick-Step) musste sein Gelbes Trikot am letzten Tag der Algarve-Rundfahrt wieder abgeben. | Foto: Cor Vos

21.02.2016  |  (rsn) - Tony Martin hat den dritten Sieg in der Algarve verpasst. Als Spitzenreiter in die letzte Etappe der fünftägigen Rundfahrt gegangen, verlor der Gewinner der Jahre 2011 und 2013 insgesamt 18:17 Minuten auf Tagessieger Alberto Contador (Tinkoff), der im Schlussanstieg etwa 4,5 Kilometer vor dem Ziel als Solist angegriffen hatte.

Seinen Titel bei der 42. Algarve-Rundfahrt verteidigte Geraint Thomas (Sky), der vor dem Schlusstag nur drei Sekunden hinter Tony Martin auf Platz zwei der Gesamtwertung gelegen hatte.

Für Martin war schon nach dem ersten Anfahrt zum Alto do Malhao (501 m/2. Kat.) alles gelaufen. Als das Peleton im 2,49 Kilometer langen und im Schnitt 8,9 Prozent steilen Anstieg in zwei große Gruppen zerfiel, befand er sich im hinteren Teil. Auf dem Gipfel hatte der Zeitfahrspezialist 1:37 Minuten Rückstand auf die Besten. Martin, der sich in Portugal ohnehin nur für die Saison einfahren wollte, aber im Zeitfahren das Rote Trikoterobert hatte, ließ es dann im abschließenden Anstieg zur Bergankunft auf dem Alto do Malhao eher locker angehen. In der Gesamtwertung rutschte er auf den 64. Rang (+17:46 Minuten) ab.

"Ich bin überhaupt froh, in der Situation zu sein um den Rundfahrtsieg mitzufahren. Das waren eigentlich gar nicht meine Ambitionen. Ich wollte hier im Prinzip nur einen Formtest absolvieren", hatte der Etixx-Kapitän seine Chancen wohl ohnehin nicht so hoch eingeschätzt.

“Nachdem Tony Martin bei der ersten Überfahrt das Alto do Malhao abgehängt und ich viertueller Gesamtführender war, ging es für mich nur noch darum, meine Führung zu behaupten. Ich habe mich dann auf meinen schärfsten Kontrahenten Izagirre konzentriert und Contador ziehen lassen. Das Schlimmste was man machen kann ist Contador zu folgen und dann zu explodieren“, erklärte Thomas seinen Taktik auf dem Weg zum Gesamtsieg

Eine schlechte Nachricht aus deutscher Sicht hatte es schon vor dem Start gegeben. Nach seinem Sturz am Vortag konnte André Greipel nicht mehr zur Schlussetappe antreten. Der 33-Jährige hatte sich neben schweren Hautabschürfungen auch eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen.


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