Nach siebtem WM-Gold

Vogel in der ewigen Bestenliste bereits auf dem fünften Platz


Kristina Vogel hat in ihrer noch jungen Karriere bereits sieben Goldmedaillen bei Bahn-Weltmeisterschaften eingefahren. | Foto: Cor Vos

04.03.2016  |  London (dpa) - Kristina Vogel hat bei den Bahn-Weltmeisterschaften in London am Donnerstag mit dem Sieg im Keirin ihr siebtes WM-Gold geholt. Damit steht die Erfurterin in der ewigen Bestenliste bereits auf dem fünften Platz.

Schon in der Junioren-Zeit hatte sich eine derart großartige Karriere angedeutet. Der Aufstieg von Kristina Vogel im Zeitraffer:

2007/08: Vogel gewinnt bei der Junioren-WM 2007 in Aguascalientes drei WM-Titel im Teamsprint, Sprint und über die 500-Meter-Distanz. Ein Jahr später wird sie in Kapstadt wieder als dreifache Weltmeisterin im Nachwuchsbereich gekrönt. Diesmal springen die Titel im Sprint, Keirin und über 500 Meter heraus. Eine große Karriere kündigt sich an.

März 2009: Das Energiebündel gibt im Alter von 18 Jahren ihr WM-Debüt im Seniorenbereich bei den Titelkämpfen in Pruszkow. Und das kann sich sehen lassen: Im Teamsprint, Sprint sowie im Keirin setzt sie mit Top-Ten-Platzierungen ein Ausrufezeichen.

20. Mai 2009: Es ist der Tag, der in Vogels Leben alles verändert. Bei einer Trainingsfahrt nimmt der damals 18-Jährigen ein Kleinbus die Vorfahrt. Vogel fliegt durch die Heckscheibe, erleidet Brüche am Brustwirbel, an der Hand, am Arm, am Kiefer. Sie verliert alle Zähne und liegt zwei Tage im Koma. Unzählige Operationen und Rehamaßnahmen folgen, die Narben im Gesicht sind noch heute zu sehen.

März 2010: Weniger als ein Jahr nach dem Horrorunfall ist Vogel zurück und geht bei der WM in Kopenhagen an den Start. Sie belegt fast schon sensationell die Plätze fünf und sechs im Sprint und im Teamsprint.

2012: Vogel gelingt der endgültige Durchbruch. Bei der WM in Melbourne gewinnt sie mit Partnerin Miriam Welte im Teamsprint ihren ersten Titel. Bei den Olympischen Spielen folgt der Höhepunkt. Mit viel Glück gewinnt das Duo Gold, nachdem sowohl Großbritannien als auch China in den entscheiden Läufen disqualifiziert werden.

2014: Bei der WM in Cali räumt Vogel die WM-Titel im Sprint, Keirin und im Teamsprint ab.

2016: Vogel kehrt auf die Olympia-Bahn nach London zurück. Ein Ort, der ihr Glück bringt. Im Teamsprint gewinnt sie mit Welte Bronze, im Keirin holt die mittlerweile 25-Jährige souverän ihren siebten WM-Titel. Im Sprint am Sonntag soll der nächste Coup folgen.

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