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"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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22.05.2001 - Berlin (dpa) - Der zweite deutsche GS 1-Profi-Radrennstall Coast steht weiter zu seinem unter Dopingverdacht geratenen Fahrer Roland Meier (Schweiz). Meier ist vom Internationalen Radsportverband (UCI) über das Urinverfahren positiv auf das verbotene Mittel EPO getestet worden, bestreitet aber jede Schuld.
Keiner werde «aus dem Team suspendiert oder entlassen, bevor er nicht nachweislich eines Dopingvergehens überführt ist und rechtsbeständig sportrechtliche Konsequenzen gezogen wurden», erklärte Hauptsponsor Günther Dahms in einer Pressemitteilung. «Ich bin gegen jede Art von Vorverurteilung oder Verdächtigungen auf Grund von fragwürdigen wissenschaftlichen Test-Methoden, die von keinem Sportverband der Welt, auch nicht dem Internationalen Olympischen Komitee, außer der UCI anerkannt wird», betonte Dahms.
Als Hauptsponsor habe er dem Team alle Mittel zur Verfügung gestellt, um sauberen Radsport zu betreiben: «Meinen Fahrern sollen die besten Ergebnisse ohne Doping ermöglicht werden.» Der Sportliche Leiter Wolfram Lindner bestätigte, dass ihm Meier versichert habe, kein EPO genommen zu haben. «Ich sehe aus dem derzeitigen Kenntnisstand keinen Grund, seiner Aussage nicht zu glauben.» Die Chancen bei der beantragten B-Probe beurteilt Lindner jedoch als gering, da es nur ein Labor gebe, das die Methode beherrsche. «Eine negative B-Probe würde die Methode erneut in Frage stellen.»
Die neue, umstrittene Methode des EPO-Nachweises über den Urin wird laut Lindner vom IOC angezweifelt. Nach dem Probelauf von Sydney seien die Ergebnisse offensichtlich so umstritten, dass das IOC dem Test die Anerkennung bisher versagen musste. Die UCI stehe insbesondere aus Frankreich unter starkem Druck, noch mehr als bisher gegen das Doping tun zu müssen. «Auch wir unterstützen den Kampf gegen Doping - aber bitte seriös, ehrlich und nach einheitlichen Kriterien». Wissenschaftlich sei nachgewiesen, dass der Gebrauch von EPO den Anstieg des Hämatokritwerts garantiert. Meier habe sich am gleichen Tag dem UCI-Bluttest gestellt und da sei der Wert im «tiefen grünen Bereich. Auch dieser Faktor spricht für den Fahrer und gegen die neue Methode», urteilte Lindner.
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