Auf- und Abstieg im Radsport

KT-, A- oder B-Klasse! Was heißt das eigentlich?

Von Nick Runia


Yannic und Thorsten vom Mini-Team Düren während des Rennens in Polch| Foto: Ultrafoto

07.06.2016  |  (rsn) - Haben Sie sich schon mal gefragt, was KT-, A- oder B-Klasse im Radsport bedeutet? Hier hier die Erklärung.

In Deutschland gibt es drei verschiedene Amateurklassen, die nach Leistungsstärke gegliedert sind. Jeder Sportler, der zwischen 19 und 39 Jahren alt ist und eine Lizenz vom Bund Deutscher Radsportler (BDR) beantragt, startet zunächst einmal in der Amateurklasse C. Ältere Radsportler können sowohl in den Amateurklassen, als auch in den Seniorenklassen starten.

Wer innerhalb eines Kalenderjahres in einem C-Klasse Rennen fünf Mal unter die besten zehn fährt, oder einmal gewinnt, steigt unmittelbar in die B-Klasse auf. Als B-Fahrer gelten die gleichen Kriterien, um in die A-Klasse, die höchste deutsche Amateurkategorie, aufzusteigen. Gelingen einem in der A- oder B-Klasse nicht mindestens drei Top-10-Platzierungen innerhalb eines Jahres, steigt man eine Klasse ab.

Da die Anzahl an A- und B-Amateuren begrenzt ist (553 in ganz Deutschland im Jahr 2015), starten diese beiden Rennklassen in der Regel zusammen und oft ist auch die Halbprofi-Kategorie (KT) in diesen Rennen startberechtigt.

Auch die C-Klasse verzeichnet in den letzten Jahren leider kleinere Teilnehmerfelder – wohl nicht zuletzt, weil viele Radsportler mittlerweile lieber Jedermannrennen bestreiten. Im letzten Jahr gab es noch 3691 C-Lizenz Inhaber in Deutschland. Um ausreichend große Startfelder zu generieren, startet auch die C-Klasse zwischenzeitlich vermehrt zusammen mit der B- und gegebenenfalls auch der A-Klasse. Die Problematiken, die sich aus dem derzeitigen Verhältnis von Amateurrennen zu Jedermannrennen ergeben, bespreche ich in der nächsten Kolumne.

 

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