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28.09.2008 - Varese (dpa) - Die Dopingproben von 14 Fahrern, die während der vergangenen Tour de France auffällige Blutwerte aufwiesen, werden am 29. September noch einmal untersucht. Ihre vorliegenden Proben werden im angesehenen Labor Chatenay-Malabry bei Paris nach einer neuen Methode auf Spuren des EPO-Nachfolge-Produktes CERA überprüft. Unter den 14 Verdächtigten sollen sich hochkarätige Namen befinden. Die italienische Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» schrieb von einem bevorstehenden «Tsunami».
Während der Tour waren vier Fahrer positiv getestet und gesperrt worden. Darunter befand sich auch der italienische Superstar und zweifache Etappengewinner Riccardo Ricco, dem CERA eindeutig nachgewiesen wurde. Das Produkt zur Anreicherung roter Blutkörperchen galt in Fahrerkreisen als nicht zu entdecken. Laut «Gazzetta» befinden sich zwei der 14 Verdächtigten im Fahrerfeld für das WM-Straßenrennen in Varese.
Pierre Bordry, der Präsident der Französischen Anti-Doping- Agentur, hatte die bereits angekündigt, dass am Montag weitere Analyse-Ergebnisse der vergangenen Frankreich-Rundfahrt vorliegen könnten. «Einige Fahrer, die in Varese starten, werden wohl etwas schlecht schlafen», sagte er der «Gazzetta». Das Labor in Chatenay-Malabry bei Paris werde auf der Suche nach Rückständen des neuartigen EPO-Produktes CERA «nach einer völlig neuen Methode» vorgehen.