Profi-Radsport

NADA hat schon Bericht aus Frankreich

Fall Schumacher: BDR will schnell reagieren

07.10.2008 - Frankfurt/Hamburg (dpa) - Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) will im Fall Stefan Schumacher schnell reagieren. «Das Präsidium wird heute einen vorsorglichen Beschluss per Telefon herbeiführen, um das Verfahren sofort einleiten zu können, sobald die Unterlagen da sind», sagte BDR-Präsident Rudolf Scharping der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Am Vorabend hatte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer bestätigt, dass Schumacher laut Tour-Direktor Christian Prudhomme in einer Nachuntersuchung zur diesjährigen Tour de France in der A- Probe positiv auf EPO getestet worden sei. Der zweifache Tour-Etappensieger hat bisher stets jegliches Doping bestritten.

Der BDR habe vom Weltverband UCI «einen allgemeinen Hinweis erhalten, dass sich bei uns möglicherweise ein Problem» ergebe, sagte Scharping. Namen habe die UCI aber nicht genannt. «Ich gehe davon aus, dass wir heute die Unterlagen bekommen», sagte der BDR-Chef. In dem Verfahren gehe es um das «Ziel der höchstmöglichen Sperre» von mindestens zwei Jahren, hatte der ehemalige Verteidigungsminister bereits am Montagabend erklärt.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA in Deutschland hat im Zuge der Doping-Nachuntersuchungen einen Bericht ihrer französischen Partneragentur erhalten. «Wir sind von der AFLD informiert worden und haben alle nötigen Schritte eingeleitet», sagte NADA-Sprecherin Ulrike Spitz der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings könne sich die NADA «derzeit definitiv noch nicht zu Vorgängen und Personen äußern