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14.10.2008 - (sid) - Die Radsportwelt muss vorerst keine weiteren Dopingfälle von der diesjährigen Tour de France befürchten. Bernhard Kohl war der siebte und letzte Fahrer, der bei den nachträglichen Analysen der Blutproben positiv getestet worden ist. Das berichtet die französische Sporttageszeitung L'Equipe. Die Kontrollen der 14 verdächtigen Fahrer sind demnach abgeschlossen. Neben Kohl, dessen Teamkollegen Stefan Schumacher und dem Italiener Leonardo Piepoli habe es bei den Nachuntersuchungen keine weiteren positive Proben gegeben.
Dennoch war das von der französischen Antidoping-Agentur (AFLD) neu entwickelte Testverfahren ein voller Erfolg. Weitergehende Analysen soll es aber nicht geben. "Alle Blutkontrollen zu untersuchen, wäre zu aufwendig. Es waren schließlich auch nicht alle Fahrer verdächtig. Deshalb haben wir uns diese 14 Fahrer herausgesucht", sagte ein AFLD-Sprecher und schloss Zweifel am Testverfahren aus: "Es wurde in zwei unterschiedlichen Labors getestet. Außerdem ist die Analyse auch nicht neu. Es wurde bloß nach einem neuen Molekül gesucht."
Das ebenfalls von der AFLD vorangetriebene Verfahren zum Nachweis von Eigenblutdoping bedarf derweil noch ein wenig Zeit. "Wir arbeiten daran, aber wir können noch nicht versprechen, wann es kommt." Trotz der Rekordzahl von sieben Dopingfällen sieht AFLD-Präsident Pierre Bodry trotzdem einen Wandel zur Besserung im Peloton. "Die letzte Tour ist offener gewesen. Es gab keinen Fahrer, der jeden Tag geglänzt hat. Das führen wir auf unsere Arbeit zurück. Wir arbeiten weiter an der Reinigung des Pelotons. Dabei werden wir in letzter Zeit auch von vielen Fahrern unterstützt, aber schwarze Schafe gibt es in jedem Bereich der Menschheit."