Zum Welt-Wasser-Tag - 392 000 Fahrräder ausgeliefert

World Bicycle Relief: Fahrräder verbessern die Wasserversorgung

Foto zu dem Text "World Bicycle Relief: Fahrräder verbessern die Wasserversorgung "
Mit Hilfe eines Fahrrads kann ein einzelner Mensch im Vergleich zum Laufen die fünffache Menge Wasser transportieren, und das in einem Viertel der Zeit. | Foto: World Bicycle Relief

22.03.2018  |  Heute ist Welt-Wasser-Tag. Er möchte auf die Missstände in der weltweiten Wasserversorgung hinweisen. Wir in Europa brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen, wie wir unseren täglichen Bedarf an Trinkwasser decken.

Aber Frauen und Kinder in Entwicklungs-Regionen verbringen täglich 200 Millionen Stunden
nur mit Wasserholen. Mit Hilfe eines Fahrrads kann ein einzelner Mensch im Vergleich zum Laufen die fünffache Menge Wasser transportieren, und das in einem Viertel der Zeit. Die gewonnene Tageszeit können Menschen in Bildung, Gesundheitsversorgung und die Verbesserung des Familieneinkommens investieren.

Wasser und Fahrradfahren gehören eng zusammen. Der durchschnittliche Tour-de-France-Fahrer trinkt bis zu zehn Liter Wasser täglich – und 210 Liter während der gesamten 21 Etappen. Aber für viele Menschen rund um den Globus stehen Wasser und Fahrräder in einem ganz anderen Zusammenhang.

Während ein Profi-Radsportler beim Rennen Wasser
für den sportlichen Erfolg benötigt, fahren – oder laufen – Menschen in Entwicklungsländern kilometerweit, um ihre Familien mit Wasser zu versorgen. Die Wasserversorgung ist weltweit vielerorts immer noch besorgniserregend, und immer mehr Länder erkennen, dass das Fahrrad ein effizientes Mittel zum Transport von sauberem Wasser ist.

Von Kolumbien bis Simbabwe, in allen Regionen, in denen World Bicycle Relief tätig ist, ist sauberes Wasser Mangelware und die meisten Haushalte verfügen nicht über fließendes Wasser. Die Menschen müssen sich ihr Wasser mühsam in Kanistern von teils weit entfernten Brunnen holen.

Weltweit haben 844 Millionen Menschen keinen direkten Zugang
zu sauberem Wasser. Schulkinder sind meist für den Erhalt der Lebensgrundlage ihrer Familien mit verantwortlich. Sie sind gezwungen, das tägliche Wasserholen, den langen Marsch zur Schule und die Hausaufgaben unter einen Hut zu bringen. Wenn die Fortbewegung zu Fuß die einzige Option ist, ist die Schulbildung häufig das erste, was auf der Strecke bleibt.

Für Frauen ist das Dilemma ähnlich. Sie repräsentieren 40 % der Arbeitskräfte, aber verbringen 40 Milliarden Stunden jährlich mit Wasserholen. Dadurch fehlt ihnen die Zeit für eine Erwerbstätigkeit und die Möglichkeit, ihre Talente zu verwirklichen und zum Familieneinkommen beizutragen.

Das tägliche Wasserholen ist unumgänglich.
Doch weder Gesundheit, Sicherheit, noch Bildung sollten dafür auf der Strecke bleiben. Buffalo-Fahrräder ermöglichen den Zugang zu Wasser und erleichtern den Transport. Im Vergleich zum Laufen ist Radfahren viermal so schnell und erhöht die Transportkapazität einer Person um das Fünffache.

Wenn Kinder – vor allem Mädchen – mit Hilfe von Fahrrädern Zeit und Energie beim Wasserholen sparen, können sie sich besser auf die Schule konzentrieren. Sobald der tägliche Kampf die Grundbedürfnisse zu erfüllen wegfällt, erhalten Kinder die Möglichkeit sich zu entfalten.

Jede Investition in Bildung setzt einen Multiplikator-Effekt
für das Wohl der gesamten Gemeinde in Gang. Der direkte Effekt unseres Bicycles for Educational Empowerment Programme (BEEP) beispielsweise in Sambia ist bemerkenswert. Umfragen an Schulen belegen sinkende Schulabbruchsraten, steigende Leistungen und höhere Anwesenheitsraten.

Ganze Gemeinden profitieren davon, wenn die Kinder die Chance erhalten, sich auf das Lernen zu konzentrieren und ihre Träume zu verfolgen. Viele haben echte Ambitionen und wollen es für ihre Familien später einmal besser haben. Sie träumen davon, Arzt oder Lehrer zu werden oder ein Geschäft aufzubauen und wollen sich für ihre Gemeinden einsetzen.

Der Wille ist da, sie müssen nur die Chance bekommen.
“Von klein an träumte ich davon, ein Fahrrad zu haben. Dieser Traum wurde Wirklichkeit, erzählt Monica, eine Schülerin aus dem Chongwe-Distrikt in Sambia, die ihr Buffalo-Fahrrad täglich nutzt: “Ich glaube daran, dass sich auch mein Traum Krankenschwester zu werden, erfüllen wird.”

World Bicycle Relief hat seit seiner Gründung im Jahr 2005...
insgesamt 392 000 Fahrräder ausgeliefert,
davon 54 687 allein im letzten Jahr, und
über 1900 Mechaniker/innen ausgebildet.
WBR-Räder rollen inzwischen in 19 Ländern weltweit.

Mit einem verlässlichen Fahrrad bekommen Kinder,

Jugendliche und vor allem Mädchen neue Chancen. Sie, geschätzter Nutzer, können diese Chancen ermöglichen, und echten Wandel vorantreiben...

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern
JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Rügen Challenge (GER, 21.10.)