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Reflektoren: Als Lichtgestalt sicher durch die dunkle Jahreszeit

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| Foto: pressedienst-fahrrad

27.10.2018  | 

Sehen und vor allem gesehen werden ist in der dunklen Jahreszeit oberstes Credo bei Radfahrern. Neben leistungsstarken Lichtanlagen setzen Radler daher auf ergänzende Reflexions-Produkte, um sich im Straßenverkehr sichtbarer zu machen. Der pressedienst fahrrad zeigt, was Radfahrer zu echten Lichtgestalten macht.

Elf reflektierende Elemente befanden sich über Jahre am Fahrrad.
Die Rückstrahler verteilten sich wie folgt: Zwei gelbe pro Pedal, zwei gelbe in den Speichen des Vorder? und Hinterrads, zwei rote oder ein großflächiger am Heck sowie einen weißen an der Vorderseite des Velos.

Wirft man einen Blick auf moderne Alltagsräder, fällt auf, dass nur noch selten wirklich elf Rückstrahler zählbar sind. „Front? und Heck-Reflektoren sind bei aktuellen Scheinwerfern und Rücklichtern bereits integriert oder lassen sich komfortabel anstecken. Alles legal und in puncto System-Integration und Design eine logische wie sinnvolle Entwicklung“, erläutert Sebastian Göttling vom Beleuchtungs-Spezialisten Busch & Müller.

Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2017
ist zudem nur noch ein roter, nicht dreieckiger Rückstrahler Pflicht. Auch die gelben Speichen-Reflektoren haben mittlerweile ausgedient und werden durch Reifen mit weißen Reflex-Streifen ersetzt. Diese reflektieren dank ihrer Kreisform auch im Stand die Silhouette des Rades und manchen es als solches erkennbar. Reifenhersteller wie Schwalbe bieten alle gängigen Alltags-Modelle auch in Versionen mit reflektierenden Flanken an.

Die größte Projektionsfläche des Radfahrers ist sein Körper. Aus diesem Grund wird bei Dunkelheit nicht selten zur reflektierenden Warnweste gegriffen (z. B. von M?Wave für 5,49 Euro). Doch nicht jeder Radler möchte im Bauarbeiterschick unterwegs sein. Gut, dass die Radbekleidungs-Industrie hier eine Vielzahl an Alternativen zum Leuchten bringt.

Radbekleidung ist fast immer mit reflektierenden Elementen
ausgestattet, dem Einsatzzweck entsprechend mal mehr oder weniger. So bietet M?Wave eine reflektierende Windjacke in neongelb an (59,90 Euro). Aber es geht auch etwas schlichter: Nach dem Motto „bei Tageslicht dezent, im Dunkeln auffällig“ gibt es mittlerweile reflektierende Jeans, Jacken oder auch Helmüberzüge.

Bei Tageslicht schauen die Produkte aus wie normale Alltagsbekleidung. Ihre versteckte Funktion zeigen sie erst großflächig, wenn sie angestrahlt werden. Für den speziellen Schutz für den Schulweg werden viele der Produkte auch in Kindergrößen angeboten.

Wer es etwas schlichter möchte, greift zu Reflektor-Bändern,
etwa  von Fahrer Berlin (14 Euro). Die praktischen Hosenbänder werden aus recyceltem Material gefertigt und haben reflektierende Streifen für mehr Sicherheit. Neben-Effekt: Das Hosenbein wird vor der schmutzigen Kette geschützt.

Der Berliner Accessoire?Spezialist hat mit den „Reflektor?Button“ (5,95 Euro) eine weitere pfiffige Lösung im Angebot: Die Anstecker werden beispielsweise an den Jackenärmel geklettet und machen das Armzeichen beim Abbiegen deutlich sichtbarer.

Reflektierende Elemente sind ein ebenso signifikantes
Merkmal moderner Radtaschen, wie es clevere Befestigungs-Systeme oder wasserabweisende Materialien sind. Es gibt kaum einen Hersteller, der heute auf dieses Sicherheits-Plus verzichtet.

Großflächig nimmt sich Taschen-Spezialist Ortlieb in seiner „High Visibility“-Serie des Reflexions-Themas an. Die Taschen für Lenker, Front? und Heckgepäckträger werden in leuchtendem Signalgelb angeboten und bestehen aus einem Cordura-Stoff, der mit Reflex-Garn durchwoben ist.

So reflektieren selbst die klassisch schwarzen Flächen
der Taschen. Und auch die eher dezenten, weil komplett schwarzen „Office?Bag“, „Velocity“-Rucksack und „Saddle?Bag“ der Serie erhalten derart eine reflektierende Ausstrahlung.

„Wir geben mit den Reflektor-Taschen ein entscheidendes Plus an Sicherheit, denn Packtaschen befinden sich in niedriger Höhe am Rad – hier fällt das Scheinwerferlicht und somit der Blick anderer Verkehrsteilnehmer zuerst hin“, erklärt Peter Wöstmann von Ortlieb.

Und selbst des Radlers Kopf, oder besser: sein Helm
eignet sich hervorragend als Reflektor. Signalfarben, Reflektoren und LED?Rücklichter sorgen für bessere Sichtbarkeit im Stadtverkehr.

Ein Beispiel ist der „Urban?I 2.0 Signal“ von Abus (99,95 Euro). Der Helm ist bei Dämmerung und Dunkelheit kaum zu übersehen. Die Reflektor-Streifen sind so angeordnet, dass sie aus jedem Winkel Scheinwerferlicht reflektieren und dabei grob die Helm-Silhouette nachzeichnen. So wird der Träger schnell als Radfahrer erkennbar.

„Wenn der Radfahrer am Radweg unterwegs ist
und die Fahrradbeleuchtung durch parkende Autos verdeckt ist, ist ein leuchtender Helm ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsmerkmal“, sagt Torsten Mendel von Abus.

 
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