Profi-Radsport

Zabel erneut Etappensieger bei der Bayern-Rundfahrt

25.05.2001 - Aichach (dpa) - Erik Zabel hat bei der 22. Bayern-Rundfahrt seinen Ruf als einer der besten Sprinter der Welt eindrucksvoll untermauert. Nur einen Tag nach seinem Etappensieg in Erding gewann der für das Team Telekom fahrende Zabel am Freitag auch das vierte Teilstück von Erding nach Aichach im Sprint.

Damit verbuchte er bei seiner fünften Teilnahme bereits seinen insgesamt neunten Tagessieg. Mit zwei Radlängen Vorsprung ließ er den beiden Italienern Angelo Furlan und Flavio Zandarin im Sprint des geschlossenen Hauptfeldes nach 195,3 km keine Chance und siegte nach 4:43:46 Stunden.

Platz vier belegte Jens Voigt vom Team Credit Agricole, der damit seine Führung in der Gesamtwertung festigte. Durch seinen Etappensieg schob sich Zabel an die Spitze der Sprintwertung und sieht den nächsten Teilstücken gelassen entgegen. «Wir haben mit Rolf Aldag auf Platz drei der Gesamtwertung eine gute Ausgangsposition, müssen aber nicht die ganze Arbeit im Rennen alleine machen. Immerhin will Credit Agricole das Gelbe Trikot von Jens Voigt auch verteidigen. So kann ich mich voll auf die Sprints konzentrieren», sagte Zabel.

Über weite Teile der Etappe hatten zuvor zwei junge Erfurter das Renngeschehen bestimmt. Torsten Nitsche (Team Saeco) und Christian Bach (Team Bayern) setzten sich nach 50 Kilometern vom Feld ab und konnten einen Vorsprung von über vier Minuten herausfahren. Doch vor allem Christian Bach musste für diesen Kraftakt später büßen. Auf der anspruchsvollen Strecke verlor er immer wieder den Anschluss an Nitsche. Nach 100 Kilometern Alleinfahrt musste Bach seinen Mitstreiter ziehen lassen und fiel danach sogar aus dem Hauptfeld zurück. Nitsche konnte sich alleine nicht an der Spitze behaupten und wurde 20 km vor dem Ziel wieder eingeholt.

Die letzten beiden 9 km-Runden um Aichach waren gekennzeichnet durch heftige Positionskämpfe an der Spitze des Feldes, entscheidend absetzen konnte sich jedoch kein Fahrer mehr. Der Massensprint war eine sichere Sache für Erik Zabel, auch wenn er auf seinen wichtigsten Helfer Gian Matteo Fagnini verzichten musste. Der Italiener konnte das Rennen aus gesundheitlichen Gründen nicht zu Ende fahren.

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