Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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30.05.2001 - Reims (dpa) - Der Strafprozess gegen die Verantwortlichen des früheren Profi-Radrennstalls TVM, die in Reims/Frankreich verschiedener Straftaten im Zusammenhang mit Dopingmissbrauch angeklagt sind, ging am 30. Mai unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter.
Cees Priem, der ehemalige Profi und Sportdirektor der niederländischen Formation, die sich 1998 bei der Skandal-Tour in der Schweiz abgesetzt hatte, gab zu, dass von den Prämien Medikamente für das Team gekauft worden sind. Dazu wurden laut Priem 7,5 Prozent der Siegprämien der Fahrer verwendet. Die Spritzen hätten sich die Profis selbst gesetzt, «weil ich das nicht kann», erklärte der ehemalige Mannschaftsarzt Andrej Michailow aus Russland.
Der jetzige TVM-Prozess hat seinen Ursprung im März 1998. Bei einer Routine-Kontrolle in der Nähe von Reims fand der Zoll in Mannschafts-Fahrzeugen damals die verbotene Droge Erythropoietin (EPO) zum Blut-Doping. Ein Beamter sagte dazu jetzt nach Informationen des Internet-Anbieter «Radsport-News» aus, der Team-LKW sei «kein Fahrzeug für Räder gewesen, in dem sich Medikamente befanden, sondern ein Fahrzeug für Medikamente, in dem auch Räder waren».
Der Anwalt von Michailow hatte für den EPO-Fund jedoch eine einfache Erklärung: Der Doktor habe «diese teure Substanz auf eigene Kosten gekauft für russische Kinder, die an Leukämie leiden». Sogar entsprechende Dokumente konnte der ehemalige TVM-Arzt vorweisen.
Dem Mediziner drohen ebenso wie den mitangeklagten Priem und Pfleger Jan Moors bis zu drei Jahre Haft wegen illegalen Imports und Transports giftiger Substanzen, Anstiftung und Beihilfe zum Doping sowie verschiedener Verstöße gegen Arzneimittelgesetz und Zollbestimmungen. Der Prozess soll am 1. Juni nach fünf Verhandlungstagen enden.
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