Nun droht die Verjährung

Kassationsgericht in Bozen hebt Urteil gegen Dopingarzt Ferrari auf

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Die Verurteilung von Michele Ferrari durch ein Gericht in Bozen wurde annulliert. Foto (2004): Giorgio Benvenuti Foto: Giorgio Benvenuti

24.06.2018  |  Rom (dpa) - Der Dopingprozess gegen den italienischen Sportarzt Michele Ferrari und den Biathlon-Funktionär Gottlieb Taschler muss neu aufgerollt werden. Das entschied als höchste Instanz das Kassationsgericht in Bozen.

Damit wurde das Urteil eines Gerichts in Bozen annulliert worden, das Ferrari, Taschler und dessen Sohn Daniel wegen Dopingvergehen schuldig gesprochen hatte. Eine Begründung für die Entscheidung wurde zunächst nicht genannt - laut Berichten droht dem Verfahren nun aber die Verjährung.

Taschler, einst Vizepräsident des Biathlon-Weltverbandes, soll seinen Sohn an Ferrari vermittelt haben, um von diesem Dopingmittel zu erhalten. Daniel Taschler war Biathlet. In zwei Instanzen wurden die drei Angeklagten 2017 für schuldig befunden und zum Teil zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt. Das neue Verfahren wird nicht mehr in Bozen, sondern in Trient stattfinden.

Für den als Dopingarzt bekannten Ferrari war es die erste Verurteilung durch ein staatliches Gericht. Dabei gilt er als schwer vorbelastet, unter anderen betreute er  Lance Armstrong. Für die auf Dopingdelikte spezialisierte Staatsanwaltschaft in Padua ist Ferrari eine der zentralen Figuren für Doping im Amateur- und Profiradsport. Von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ist er auf Lebenszeit gesperrt.

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