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29.02.2020 | (rsn) – Mit gleich vier deutschen Fahrern tritt das österreichische Team Hrinkow Advarics Cycleang bei der am Sonntag beginnenden Tour of Taiwan (2.1) an und hofft dabei auf die ersten UCI-Punkte. Dafür sorgen sollen im fünfköpfigen Aufgebot in erster Linie Jonas Rapp und Neuzugang Christopher Hatz sein.
Beide blicken aus unterschiedlichen Gründen mit gemischten Gefühlen auf die fünftägige Rundfahrt. Bei Hatz liegt es daran, dass hinter seiner Form noch ein Fragezeichen steht. Denn sein Wintertraining musste er aufgrund eines fünfmonatigen Praktikums mit 40-Stunden-Wochen komplett umstellen. “Den Umfang habe ich gegenüber den letzten Jahren deutlich reduziert und bin deshalb häufiger intensive Einheiten auf der Rolle gefahren oder bin laufen gewesen“, erklärte Hatz gegenüber radsport-news.com.
Hinzu kommt, dass die klimatischen Bedingungen für den Regenspezialisten nicht ganz nach dem Geschmack sind. "Heute hatten wir 28 Grad und sehr hohe Luftfeuchtigkeit, damit hatte ich während der Vorbelastung zu kämpfen, ich bin ich ja eher als Fahrer für kältere Temperaturen bekannt“, so Hatz.
Bei Rapp dagegen scheint die Form zu stimmen. "Ich persönlich bin gut durch den Winter gekommen, habe mich mit mehreren Trainingslagern auf den Kanaren gewissenhaft vorbereitet und bin guter Dinge, dass die Form stimmt und guten Ergebnissen nichts im Wege steht“, sagte er zu radsport-news.com. Dafür aber sind die eher flacheren Etappen dem Pfälzer nicht auf den Leib geschneidert. “Mir persönlich kommt das Profil der Etappen dieses Jahr nicht ganz so entgegen, da es keine ganze schweren Bergetappen gibt und wohl eher Fahrer mit Sprintfähigkeiten, bevorteilt sind“, meinte Rapp.
Einzig die 2. Etappe am Montag könnte für eine größere Selektion sorgen. Da wird sich aus Hrinkow-Sicht zeigen, ob das Teilstück für Rapp zu leicht und für Hatz zu schwer ist. Beide hoffen jedoch, dass sie an diesem Tag vorne mitreinhalten können. “Ich würde gerne wie schon im letzten Jahr unter die Top 10 auf einer Etappe. Ob ich es vorne in die Gesamtwertung schaffe wird sich auf der 2. Etappe entscheiden“, so Hatz, der an diesem Tag vor allem auf Teamkollege Rapp setzt. “In der Gesamtwertung traue ich uns schon ein Top-Fünf-Ergebnis zu. Am Montag gilt es eben, keine Zeit zu verlieren und auf den restlichen Etappen sich durch Zeitbonifikationen nach vorne zu schieben“, nannte Hatz das Erfolgsrezept. Ähnlich äußerte sich Rapp mit der Zielsetzung: "Die Top 10 sollten unser Minimalziel sein, wir sind aber breit aufgestellt und haben mit Hatz, Timon Loderer und mir drei Fahrer, die das Potenzial für die Top 10 haben.“
Letztlich bleibt aber abzuwarten, wie sich die Hrinkow-Fahrer in Taiwan schlagen werden, denn der erfahrene Hatz weiß: “Das erste Rennen der Saison ist immer eine kleine Lotterie.“
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