Profi-Radsport

Italienischer Verband gestattet wieder Rennen

23.06.2001 - Rom (dpa) - Der italienische Radsport-Verband hat nach nur zehn Tagen das generelle Rennverbot aufgehoben, das er nach dem Doping-Skandal beim Giro d`Italia verhängt hatte. Zugleich beschloss der Verbandsrat bei seiner Sitzung in Rom einen Ethik-Code. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Wie es jedoch hieß, sollen wegen Dopings vom Verband oder der Justiz bestrafte Fahrer zunächst sowohl in dieser als auch der kommenden Saison nicht für die Nationalmannschaft fahren dürfen. Auch sportliche Leiter, Mechaniker, Ärzte und Betreuer, die im Zusammenhang mit Doping auffällig geworden sind, sollen nicht im Rahmen des Nationalteams aktiv werden.

Die italienischen Profi-Rennställe hatten bereits in der vergangenen Woche angekündigt, trotz des Verbotes im eigenen Land an Rennen außerhalb Italiens teilzunehmen und dieses Vorhaben auch umgesetzt. Der Verband forderte sie dazu auf, dies zu unterlassen. Derzeit fahren mehrere italienische Teams bei der Tour de Suisse. Dort übernahm der Italiener Wladimir Belli vom Team Fassa Bortolo die Führung vor seinem Landsmann und diesjährigen Giro-Sieger Gilberto Simoni von der Mannschaft Lampre.