Profi-Radsport

«Gazzetta» entschuldigt sich: Kein Doping-Verdacht gegen Ullrich

25.02.2002 -

Mailand (dpa) - Die «Gazzetta dello Sport» hat Jan Ullrich (Merdingen) fälschlicherweise verdächtigt, gegen Doping-Bestimmungen verstoßen zu haben. Das italienische Blatt entschuldigte sich für eine entsprechende Falschmeldung auf ihrer Internet-Seite. «Wir entschuldigen uns bei Jan Ullrich, der Deutschen Telekom und allen deutschen Radsportfans", heißt es auf der Internet-Seite der größten italienischen Sportzeitung.

Im Zuge der Doping-Ermittlungen des vergangenen Giro d`Italia war Ullrich unterstellt worden, die italienische Polizei ermittle gegen den Telekom-Kapitän auch wegen verbotenen Insulin- Gebrauchs.

Dabei hat sich der 28-jährige Olympiasieger, wie der Telekom- Teamarzt Lothar Heinrich bestätigt hatte, nur wegen des Gebrauchs von Kortisonpräparaten zu verantworten. Diese Medikamente stehen zwar auch auf der Dopingliste, ihr Einsatz im Fall Ullrich ist aber durch eine medizinische Verschreibung legitimiert.

Wie das Team Telekom auf seiner Internet-Seite mitteilte, hatte der Redakteur des Artikels schon zuvor in einem persönlichen Brief den Ursprung der Falschmeldung aufgeklärt: «Wir haben die Namen verwechselt.» Aus dem tatsächlich betroffenen italienischen Profi Giuliano Figueras war in dem Bericht Jan Ullrich geworden.

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