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24.05.2026 | (rsn) – Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility), Mirco Maestri, Mattia Bais (beide Polti – VisitMalta) und Martin Marcellusi (Bardiani – CSF – 7 Saber) haben den Sprintern auf der 15. Etappe des Giro d’Italia ein Schnippchen geschlagen, wobei der Norweger sich den Sieg sicherte. Mit über 51 km/h hat das Quartett die 157 Kilometer lange Etappe bewältigt. Das sorgte nach dem Rennen für Diskussionen über mögliche Motorrad-Hilfe.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Frederik Dversnes (Uno – X Mobility / Sieger / Flash): “Alle in der Ausreißergruppe haben super mitgeholfen. Sie waren unglaublich stark heute. Etwa fünf Kilometer vor dem Ziel wussten wir, dass es möglich ist. Ich habe die ganze Zeit schon den Witz gemacht, dass ich das Feld auf einer dieser Sprintetappen austricksen werde. Ich wollte das wirklich machen und es beweisen. Es ist wirklich etwas Großes für uns bei unserer ersten Teilnahme beim Giro.“
Mirco Maestri (Polti – VisitMalta / Zweiter / Eurosport): “Mattia (Bais) hat mich heute in eine Position gebracht, wo ich gewinnen hätte können. Aber dieses Mal war ich nicht der Stärkste. Ich habe wahrscheinlich ein bisschen zu lang gewartet, bevor ich losgesprintet bin. Ich habe alles getan, wir haben alles getan.“
Paul Magnier (Soudal – Quick-Step / Vierter / Eurosport): "Ich wusste lange nicht, dass die Lücke noch so groß war nach vorne. Am Ende haben es dann alle versucht, aber es hat nicht funktioniert heute. Ich wollte um den ersten Platz sprinten und nicht um den Fünften. Das war ziemlich ärgerlich, denn im Kampf um das Maglia Ciclamino wollte ich heute möglichst viele Punkte holen und für den fünften Platz gibt es nicht viele."
Dylan Groenewegen (Unibet – Rose Rockets / 5. Platz / Eurosport): "Mehr als das konnten wir nicht machen. Wir haben die gesamte Mannschaft eingesetzt, um die Lücke zuzubekommen. Ich denke, dass das für die meisten Sprintermannschaften gilt. Die Gruppe ist wohl stark gefahren, denke ich. Es war offensichtlich nicht unmöglich, denn sie haben es geschafft."
Tobias Lund (Decathlon – CMA CGM / 7. Platz / Eurosport): "Es war eine wirklich gefährliche Runde – wegen der Straßenbahnschienen, der Löcher, der Bordsteine in den Kurven. Aber Hut ab vor den Organisatoren, dass sie das GC neutralisiert haben. Wenn man ihnen bei 160 Kilometern zweieinhalb Minuten gibt, ist das normalerweise gar nichts. Aber wir sind fast vom Start an richtig schnell gefahren und sind einfach nicht nähergekommen. Das war also wirklich beeindruckend von den Ausreißern."
Jonathan Milan (Lidl – Trek / 14. Platz / Eurosport): "Das Team hat einen super Job gemacht. Sogar Derek (Gee-West) ist dazugekommen. Wir haben das Beste versucht. Ich fand es ziemlich beeindruckend, wie schnell die Ausreißer gefahren sind. Dahinter haben bei uns alle durchgezogen. Praktisch alle Teams haben sich beteiligt. Wir haben es versucht. Es war einfach unmöglich, die Lücke zu schließen."
Pascal Ackermann (Jayco – AlUla / 15. Platz / Eurosport): "Wir haben mit der Neutralisation einen 48,5er Schnitt gefahren, sind die letzten drei Runden Vollgas gefahren und haben die Zeit nicht zugekriegt. Keine Ahnung, was die da vorne gemacht haben – aber das waren heute Übermenschen."
Elmar Reinders (Unibet – Rose Rockets / 29. Platz / Eurosport): “Ich weiß nicht, was passiert ist, weil ich nicht vorne war. Ich weiß nur, dass alle Sprinter ihre ganzen Helfer verbraucht haben. Und wir haben sie trotzdem nicht mehr zurückgeholt. Ich glaube, jeder hat eine Erklärung dafür, aber das ist vielleicht nicht für das Fernsehen. Ich glaube, es war ein gutes Motorrad."
Andreas Leknessund (Uno-X Mobility /38. Platz / Eurosport): "Wir wollten keinen Sprint, denn wir haben keinen Sprinter mehr hier. Wir wussten, dass Fredrik so etwas tun kann und er hat schon seit einigen Tagen darüber gesprochen: Er hat sich immer wieder über seine schlechten Beine beschwert und dann hat er aber gesagt: Abwarten bis Mailand und dann trickse ich das Peloton aus. Und genau das hat er getan. Wir wussten, als er in der Gruppe war, dass er mit seinem Sprint aus der Gruppe heraus der Favorit sein würde."
Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike /61. Platz und Rosa Trikot / Eurosport): "Ich weiß nicht, wie offensichtlich es am Fernseher war. Aber ich glaube wir als Fahrer waren uns einig, dass das nicht unbedingt der beste Rundkurs war. Deshalb sind wir zur Jury gegangen. Sie haben uns wirklich zugehört und entsprechend gehandelt. Dafür will ich ihnen heute danken."
Fabio Van den Bossche (Soudal – Quick-Step / 109. Platz / Eurosport): "Wir haben das auch auf der Bahn manchmal: Wenn Du ein Derny-Rennen fährst, dann gibt es ein gewisses Speedlimit hinter dem Motorrad und es gibt diesen Punkt, an dem du einfach nicht mehr schneller fahren kannst. Und ich denke heute war ein Beispiel dafür auf der Straße."
Maximilian Walscheid (Lidl - Trek / 110. Platz / Eurosport): "Heute haben Motorräder leider den Ausgang des Rennens beeinflusst und das ist für uns extrem enttäuschend. Die Spitzengruppe hat zweifelsohne einen guten Job gemacht und ich möchte ihnen auch nichts von ihrer sportlichen Leistung nehmen. Ich weiß. dass ich hier einer der besten Zeitfahrer bin und ich hatte sehr, sehr gute Beine - wir sind extrem hart im Finale gefahren und wir sind kaum nähergekommen. Das ist auf unverfälschte Art und Weise praktisch unmöglich."
Thor Hushovd (Team-Manager Uno-X Mobility / Eurosport): "Es ist unglaublich. Wir haben es so oft versucht in diesem Giro. Die Jungs sind wirkliche Kämpfer. Heute hat es geklappt und das haben wir uns wirklich verdient!"
Geert Van Bondt (Sportlicher Leiter Soudal – Quickl-Step / Eurosport): "Das Ziel war natürlich der Sprint und ich denke wir hatten alles unter Kontrolle. Es waren zwei Minuten, als wir auf den Rundkurs kamen. Ich kann nur sagen: Wir haben unser ganzes Team aufgebraucht, Trek hat sein ganzes Team genutzt, Unibet auch – für uns ist es eine kleine Überraschung, dass sie vorne bleiben konnten."
Marc Reef (Sportlicher Leiter Visma – Lease a Bike / Eurosport): "Die Fahrer haben sich im Feld unterhalten und fanden die Runde zu gefährlich. Es waren Zäune auf der Straße, es gab ganz ordentliche Löcher, gerade auf dem Pflaster. Die Schienen haben recht hoch rausgestanden. Besonders mit der hohen Geschwindigkeit, die das Feld gefahren ist, war das wirklich recht gefährlich. Ganna ist dann zum Auto, Jonas ist hin, auch Ciccone. Sie haben sich verantwortlich gefühlt und die Jury hat ihnen auch zugehört. Dafür sind wir dankbar."
Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek / 135. / Eurosport): “Jeder, der ein bisschen was vom Radsport versteht, konnte erkennen, dass es heute ein Witz war. Ich weiß nicht, was die Mission der Organisatoren war. Ob sie vielleicht ein Paradebeispiel geben wollten, wie Fahrzeuge ein Radrennen beeinflussen können? Das war Bullshit.“
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