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19.08.2026 | (rsn) - Wie kam es eigentlich dazu, dass Dominik Röber vom deutschen Nationalteam beim Prolog der Deutschland Tour (2.Pro) in Bad Orb als Letzter von der Rampe rollte und nicht Topstar Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG), der direkt vor ihm den 2,6 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr in Angriff nehmen musste? Die Antwort: Die Nati hat sich etwas verzockt!
"Die Nationalmannschaft hatte die Startnummer 1. Da in umgekehrter Reihenfolge der Mannschaften gestartet wurde, war sie als Letzter dran und durfte damit auch den letzten Starter bestimmen“, erklärte Rennchef Fabian Wegmann. Um das zu verstehen, muss man etwas weiter ausführen.
Da Titelverteidiger Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) nicht am Start stand, hatte der Veranstalter Georg Zimmermann (Lotto - Intermarche) und damit der Deutschen Nationalmannschaft die Nr. 1 zugeteilt. Im Prolog bekommen die Teams im Prolog nacheinander einen Startplatz zugewiesen. In diesem Fall hieß das, dass das letzte der 18 Teams den ersten Fahrer benennen durfte, das Vorletzte den zweiten usw., bis alle einen Platz besetzt haben. Danach kommt wieder das letzte Team, dann das Vorletzte usw. dran. Damit war die Nationalmannschaft als letzte dran und besaß damit automatisch das Recht für den letzten Starter.
Welcher Fahrer welchen Startplatz einnimmt, ist allein Sache der Teams. Da man bei German Cycling hoffte, dass das Wetter zu Beginn besser sein würde als am Schluss, ließ sie Georg Zimmermann als Ersten des Teams von der Rampe rollen. Der Lotto-Intermarché-Profi beklagte sich nicht: "Ich habe noch gar kein Ergebnis gesehen und denke, dass ich da sicher nicht vorne mit dabei war“, sagte er gegenüber RSN direkt nach dem Zieleinlauf. "Aber ich bin auf dem Rad geblieben und habe die Atmosphäre genossen. Es war eine gute Stimmung an der Strecke und von daher war es schon mal ein schöner Auftakt.“
Dummerweise war das aber kurz nach dem Wolkenbruch, der kurz vor dem Beginn niedergegangen war. Dadurch war die Straße noch nass und rutschig, als Zimmermann ranmusste, während sie zum Schluss abtrocknete. Im Prinzip hatte sich die Nationalmannschaft leider verzockt.
So durfte Dominik Röber, der beim Team Vorarlberg angestellt ist, als letzter Fahrer an den Start gehen: "Das war schon ein komisches Gefühl, als da Isaac Del Toro vor mir stand und ich selbst noch drankam. Aber ja, das Fahren war dann natürlich cool.“
Röber belegte am Ende den 57. Platz mit 19 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Del Toro, Zimmermann wurde 79. (+0:24).
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