Kooij verliert erneut um Millimeter

Philipsen sprintet bei Renewi-Tour zu Sieg und Führungstrikot

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Philipsen sprintet bei Renewi-Tour zu Sieg und Führungstrikot"
Olav Kooij (link, Decathlon - CMA CGM) verliert den Sprint denkbar knapp gegen Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech). | Foto: Cor Vos

22.08.2026  |  (rsn) – Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) hat die 4. Etappe der Renewi Tour (2.UWT) gewonnen. Der Belgier war nach 187 Kilometern zwischen Riemst und Bilzen-Hoeselt im Sprint eines dezimierten Feldes wenige Millimeter schneller als Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) und übernahm damit auch die Gesamtführung von Jenno Berckmoes (Lotto – Intermarché).Das Tagespodium komplettierte Alessandro Borgo (Bahrain Victorious). Dylan Groenewegen (Unibet – Rose Rockets) wurde vor Luca Mozzato (Tudor) Vierter.

“Es war sehr knapp mit Olav. Ich denke, dass mein Jump zum Schluss mir den Sieg gesichert hat. Der war gut getimt“, sagte Philipsen nach seinem zweiten Tageserfolg im Rahmen dieser Renewi Tour im Ziel-Interview. Auf den letzten beiden Kilometern mussten seine Helfer noch alles geben, um Sören Kragh Andersen (Lidl – Trek) vor dem Zielstrich einzuholen. “Er hat in einem guten Moment, als das Tempo im Feld raus war, angegriffen. Er hatte sofort ein schönes Loch. Er ist ein sehr starker Fahrer, der so ein kurzes Zeitfahren sehr gut absolvieren kann“, lobte der Sieger den Dänen.

“Ich fühle mich diese Woche besser, als ich erwartet hatte. Meine Tourform ist noch nicht weg und die Frische, die ich in den Wochen danach aufgebaut habe, tut mir jetzt gut“, resümierte Philipsen. Am Schlusstag in Leuven will er morgen die Rundfahrt für sich entscheiden. “Der Kurs ist ziemlich schwer. Da wird sicher früh richtig Rennen gefahren. Wir werden probieren, die Etappe mit Selbstvertrauen anzugehen und den Gesamtsieg zu sichern.“

Philipsen führt nun im Klassement vier Sekunden vor Berckmoes. Dritter ist Kooij, der zehn Sekunden Rückstand aufweist.

So lief die 4. Etappe der Renewi Tour:

Nach rund 15 Kilometern löste sich die Gruppe des Tages. In die hatten sich Lionel Taminiaux (Lotto – Intermarché), Toms Skujins (Lidl – Trek), Axel Huens, Johan Jacobs (beide (Groupama – FDJ United), Kamil Malecki (Pinarello – Q36.5) und Aivaras Mikutis (Tudor) gekämpft. Als das Sextett im Finale fast eingeholt wurde, sprang Lorenzo Milesi (Movistar) 29 Kilometer vor dem Ziel vor. Das änderte aber nichts daran, dass alle Ausreißer acht Kilometer später wieder vom Peloton aufgenommen wurden.

Eingangs der letzten 18 Kilometer fasste sich Kragh Andersen ein Herz. Er behauptete bis zum Letenberg 8 Kilometer vor dem Ziel einen kleinen Vorsprung, dann sprintete Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché) an der Spitze des Feldes die Lücke zu. Nach rund 20 Fahrern brach das Peloton. Anschließend wollte allerdings niemand fahren – bis auf Kragh Andersen. Der setzte sich gleich wieder ab. Hinter ihm wollte niemand die Kontrolle übernehmen und so ging der Däne mit 20 Sekunden Vorsprung auf die letzten 5 Kilometer.

Das Streckenprofil der 4. Etappe der Renewi Tour | Foto: Veranstalter

Die leicht ansteigenden letzten 1,5 Kilometer taten Kragh Andersen weh, Alpecin – Premier Tech fuhr die Lücke rund 400 Meter vor dem Ziel zu. Unibet – Rose Rockets zog den Sprint für Groenewegen an, doch auf der anderen Straßenseite war Kooij schneller. Auf den letzten Metern kam Philipsen allerdings noch am Niederländer vorbei und gewann die Etappe.

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